Vergebung ist der Schlüssel zum Glück

Natürlich hat die Vergebung, die dir das Tor zu deinem Glück öffnet, nur mit dir zu tun – genauer gesagt mit der Art, wie du dich und die Welt betrachtest.

zitat-vergebung-ist-keine-einmalige-sache-vergebung-ist-ein-lebensstil-martin-luther-king-264457Wie du deiner Wesensbestimmung entgegen gehst und dich formst. Wie ernst du dich mit deinem Anliegen an dich und die Welt nimmst und mit welcher Disziplin du dieses vollziehst.

Es genügt nicht sich alles nur zu denken , denn die Tat welche aus diesem Gedanken folgt ist der Weg zu dieser Wesensbestimmung. Vergebung ist eine Handlung die nur aus Liebe geschehen kann ohne Bedingungen an das Vergangene und ohne Angst auf das Kommende. Vergebung ist also ein Akt der Liebe aus Liebe zu sich . Vergebung ist ein Akt der höchsten Güte . Jedoch um vergeben zu können, bedarf es der Erkenntnis dass, das Ego in den Hintergrund treten muss um den wahren Kern des Wesens in Vorschein treten zu lassen. All das Schreckliche was das Ego erkennt in den Hintergrund treten zu lassen und zu vergeben, bedeutet, wahr zu werden und zu erkennen, das jede Handlung aus welcher Motivation auch immer geschehen ist und in der Vergangenheit liegt – unveränderbar besteht. Das Wesen der Liebe kennt keine Schuld, da die Liebe keine Zeit kennt. Liebe ist! Bin ich oder besser gesagt ist das Bin ich gewandelt, in das „Ich BIN“ ist ein Eintritt in eine Bewusstseinsebene erreicht, welche das zukünftige Handeln in und durch die Liebe prägt, vorausgesetzt ich lebe in diesem Bewusstsein ohne das der Schleier des Vergessens über mich fällt . Jedoch bedarf auch das vergeben und das Wandeln in Liebe der täglichen Übung und was ist besser geeignet als diese unvollkommene Welt mit ihren vielen Menschen.

Karlfried Graf Dürckheim unterscheidet vier Bereiche, in denen Wesenserfahrungen, wenn nicht Seinserfahrungen, so doch Seinsfühlungen gemacht werden:

  • den der Natur, besonders der großen Natur
  • den der Sexualität und Erotik
  • den der Kunst und
  • den des Ritus.

Es gibt wenige Menschen, die nicht einmal in ihrem Leben von der Natur ergriffen worden sind: das große Schweigen im Wald, das Rauschen des Meeres, ein Duft der Frühlingswiese, das Wogen eines Kornfeldes, eine sternklare Nacht. Es gibt so viele Möglichkeiten, den gewohnten Horizont und die Grenzen des alltäglichen Bewusstseins zu überschreiten.

Jedes Kunstwerk gibt dem, der offene Augen und Ohren hat, etwas, das über den natürlichen Aspekt hinausgeht.Echte Kunst ist immer durchscheinend für das WESEN. Vielleicht hat jeder Mensch in der Musik einmal etwas gehört, wofür das Wort schön nicht mehr genügt. Vielleicht hat jeder sein Musikstück, sein Bild, seinen Raum, seine Landschaft, die ihn etwas Besonderes fühlen lassen …

Auch die Erotik ist etwas, das den Menschen in einen anderen Bereich heben kann.

Die Sexualität hat immer mit dem Tod zu tun. Im Orgasmus stirbt der Mensch einen Augenblick, um wiederzukehren. Erotik und Sexualität sind ein Feld zur Erfahrung des Numinosen. Es gibt im Numinosen immer beides: das Wundersame und das Unheimliche. … Alle Erotik ist von diesem Zweifachen erfüllt. Da ist ein Erzittern an der Schwelle eines Todes und eben damit auch die Faszination eines anderen, größeren Lebens. Lebendige Erotik ist etwas anderes als grobe Geschlechtlichkeit; und doch gehört auch die animalische Geschlechtlichkeit in das Ganze der Erotik und zum Ganzen des Menschseins. Das Animalische und das Göttliche im Menschen berühren sich. Wer es wagt, einmal den Teufel anzunehmen und zu verschlingen, kann den Engel gebären. Ohne Erde kein Himmel.

Jede Teilnahme an einem Gottesdienst enthält die Chance einer numinosen Erfahrung. Was sich in der Gebärde des Kniens ausdrückt, kann auch durch sie hervorgerufen werden: die demütige Unterwerfung unter die Macht des Göttlichen. Die lebendige Teilnahme an einem Kult, welcher Religion es auch sei, kann zu einer Seinsfühlung führen. Jede Seinsfühlung setzt voraus, dass das Ich sich zurückgezogen hat. Dann aber tritt das Wesen auf den Plan. Meister Eckhart sagt, es genügt, die Tür zu öffnen, Gott steht immer davor und möchte eintreten, aber erst muss das Ich hinausgehen, denn es ist kein Platz für beide.

Literaturempfehlung „ Der Alltag als Übung“ von Karlfried Graf Dürckheim

via Angelika von Schwarzach


Willst du glücklich sein im Leben, trage bei zu anderer Glück, denn die Freude die wir geben, kehrt ins eigene Herz zurück.
oder
But the real way to get happiness is by giving out happiness to other people.
Robert Stephenson Smyth Baden-Powell, Gründer der Pfadfinderbewegung. (Scout)
(* 22. Februar 1857 in London; † 8. Januar 1941 in Nyeri, Kenia)

Wie alles begann

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5 Gedanken zu “Vergebung ist der Schlüssel zum Glück

  1. TsauBaer schreibt:

    „Glück als das in Erfüllung gehen der eigenen Vorstellungen zu verstehen und als selbstverständlich vorauszusetzen, bedeutet, nicht zu erkennen, daß die Wirklichkeit, unser Leben von der Geburt über Alter, Krankheit bis zum Tod nicht gemäß dem eigenen Belieben verläuft, nicht der eigenen Kontrolle unterliegt, sondern das Wirken einer Kraft ist, die sich jenseits unseres Vorstellungsvermögens befindet.“

    Soko Morinaga Roshi

    https://zenartblog.wordpress.com/2015/06/26/gluck-7/

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  2. Iskra schreibt:

    Ich habe mich lange mit Thema Vergebung beschäftigt. Es gibt verschiedene Formen von Vergebung. Ich bin ein Mensch, der nur erniedrigt, beschimpft, betrogen, belogen usw..wurde und trotz alldem könnte ich nie richtig sauer oder beleidigt sein. Ich hab allen sofort vergeben. Am schlimmsten war mein Ex Mann,in der Tat war er ein Psychopath, (keine Reue, keine Schuld, nicht mal Entschuldigung kam von ihm raus, kein Mitgefühl, keine Empathie, nur Lüge und Betrug,Fremdgehen ) dem habe ich jedes mal vergeben, ich war sogar ständig an allem schuld und diese Schuld hab ich immer auf mich genommen. 15 Jahre lang! Was hat die Vergebung in so einem Teufelskreis gebracht? Nichts!der Preis dafür war der Schlüssel ins Verderben und Einladung zur weitere leidvolle Lebensrunde. Ich forschte suchte nach Erklärungen und bin fündig geworden, und ich weiß nun dass ich immer bereit sein sollte zu vergeben, vorausgesetzt wird der Täter Reue, und seine Fehler erkennen und sie bereuen. Ich lernte zum ersten Mal im meinem Leben nicht einfach so zu vergeben, klingt paradox, den dies hätte fast mein Leben gekostet. Ich hab keine Wut, kein Hass! Aber ich kann nicht länger barmherziger als Gott selbst sein. Den auch Gott vergibt nur denen, die umkehren wollen, eigene Sünden, Schuld erkennen, und vom Herzen bereuen können. Wenn aber der Täter keine Schuld an seinen Schlimmen Taten erkennt und sie nicht bereut, nicht mal die Vergebung will, in diesem Fall sollte man nicht (einfach so) vergeben! Aus meiner eigener Erfahrung weiß ich, dass der Schuldner frei von Sünde durch meine Vergebung geworden ist (und er kann weiter sündigen was das Zeug hält). Jedoch diejenige die einem Täter (einfach so)vergibt, muss sich darüber im Klaren sein, dass sie ihn freispricht und sie seine Sünden abtragen muss, zB. (Leid,Krankheit, usw) das ist der Preis für unechte Vergebung, wenn da keine echte Reue im Spiel war. Man spricht diese „Schuldige“ Seele frei. Aber nimmt die Sünde auf sich selbst!

    Ein Teufel kauft sich auf diese Art und Weise immer wieder ein Ticket für nächste Runde frei.
    Ihm wird mit seinen Sünden immer gut gehen, er der „Wolf“ hat nähmlich sein Opfer „Schaf“ gefunden die seine schwarze Seele von Sünden immer wieder freispricht.

    Mein Wolf hab ich zwei Jahre nicht gesehen, aber gehört dass ihm nicht gut geht, hat viele Verluste und Niederlagen, und er ins Leid rutscht. Gut so, nur durch Leid wird man dem Gott näher..
    Mir geht es endlich gut.. Ich bin schließlich nicht mehr für sein Kreuz verantwortlich. Wenn er irgendwann mal kommt,und um Vergebung bittet, werde ich ihm natürlich auch vergeben.. Erstens soll er lernen endlich verantwortlich für sein eigenes Kreuz zu sein.

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