Denkprozesse überdenken

„Ja, boss iss’n dess jetz’ scho’ widder?“

Andockend den vorhergehenden Beitrag, kam gestern Abend ein weiterer Gedanke, den ich in den öffentlichen Raum stellen mag.

„Wenn Du das Unmögliche ausgeschlossen hast, dann ist das, was übrig bleibt, die Wahrheit, wie unwahrscheinlich sie auch ist.“ Sherlock Holmes

Im Zuge wahrgenommener Unzulänglichkeiten, bewegt man sich in der Regel (gewohnt) konditioniert in einer Abwehrhaltung und stemmt sich gegen das Dargebotene – später gefolgt von einer Suche nach Gleichgesinnten. Verständlich. Erlebtes.

Aus einer sachorientierten Situationsbetrachtung heraus ist jedoch erkennbar, dass wir es stets bei dem Dargebotenen mit einem Yin-Yang-Prinzip zu tun haben.

Denn in dem mehrheitlich als unzulänglich Wahrgenommenen, befindet sich darin eingebettet ein Funken „Sinnwahrheit“, der jedoch gewohnt mit dem Dargebotenen insgesamt pauschal abgelehnt wird (weil nicht erkannt), was zu weiterer Druckzunahme führt, bis man endlich erkennt oder insgesamt scheitert.

„Ja, aber sie wollen doch die Deutschen…, die wollen uns doch… die neue Weltordnung…, die sind doch ungerecht… gemeinsam sind wir stark… Wir sind das Volk…und die und die und die anderen…“.

Dies sind jene Argumente und damit verbundene Horrorszenarien, die in der Regel auf ein – so hart das klingen mag – konditioniertes Opferverhalten des Argumentierenden zurückzuführen sind. Nicht selten reicht das Verhalten bis zu apokalyptischen Ängsten vor dem Ende der Welt, durch einen Bürger- oder Atomkrieg.

„Wir sind alle Sklaven!“ „Nö. Nur du.“

„Gemeinsam sind wir stark.“ „Nö, gemeinsam seit Ihr nur… gemeinsam… mit der selben Konditionierung.“

„Und wie gesagt: Welt ist nur die Summe aller Konventionen und Erkenntnisse, um sich ein Bild von dem machen zu wollen, was kollektiv wahrgenommen wird. Eine kollektive Vorstellung.“

Jeder bekommt immer das, was man bestellt. Und wer sieht sich schon gerne aus der Lemming-Perspektive jene Klippen an, von denen so mancher sich zu stürzen bereit ist. Massenpsychose. Wir kommen also stets zurück zu den Konditionierungen des Einzelnen zurück – und somit seiner eigenen Entscheidung, sich aus dem „Bla und Blubb“ herauszulösen.

So wie man sich pauschal in der Gegenwehr übt, findet man auf der anderen Seite das Verhalten bei Lösungsmustern, detailverliebt nach Fehlern zu suchen, um wiederum argumentierend das Mögliche zerreden zu wollen.

Man sieht: Problemorientierung führt zur Zunahme des selbstgeschaffenen Drucks, was sich wiederum im Außen spiegelt.

„Die Flüchtlinge müssen weg und Merkel muss weg!“ „Okay, dann mach’ mal.“ „Gemeinsam sind wir stark.“ „Oh, eine Verabredung zum Bürgerkrieg.“

„Wie gesagt: Der Papst ist nicht der Einzige, der zum Dialog aufruft. Die machbaren Lösungen sind da.“

Quelle: Denkprozesse überdenken | BERG. Blog

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