Präsent sein bedeutet, dass Sie frei und unabhängig von der psychologischen Zeit sind (Vergangenheit und Zukunft), und es wird erreicht, indem der Fokus unserer Aufmerksamkeit voll und ganz auf das JETZT, die Ereignisse der Gegenwart, gelegt wird. Dies ist für jedermann unvermeidlich, da dies der einzige Weg der Erkenntnis ist, dass wir mehr als unsere Persönlichkeit und persönliche Lebensgeschichte sind. Ein Tor öffnet sich für uns, um die Welt frei von Formen und Gestalten außerhalb unserer Welt zu sehen.

Ramana Maharshi behauptet, dass die so erreichte Anwesenheit der erste Schritt zur Aufdeckung der echten ANWESENHEIT ist, die er als Selbst nennt.

In der Interpretation von Eckhart Tolle’s ist Präsenz das Ego selbst, das Bewusstsein des Körpers, welches von den meisten Identifizierungen gelöscht wurde. Dies ist jedoch nur eine Pseudo-Präsenz, da es Änderungen unterliegt. Es verschwindet im Zustand des tiefen Schlafs und entsteht wenn man wach ist.


Diese Pseudo-Präsenz ist unsere Subjektivität (ich bin), welche gegenwärtig auf ein Objekt ausgerichtet werden kann (z.B. interne Körper-Atmung). Sie ist der Schlüssel zur Präsenz. Maharshi glaubt, dass es nur möglich ist, Präsenz durch die Erforschung von uns selbst zu erreichen.

Die Erforschung von uns selbst bedeutet, dass wir unsere Aufmerksamkeit vom Objekt zu unserer Subjektivität ablenken und die Quelle finden müssen, aus der sie erscheint und verschwindet. Die Quelle ist die Gegenwart selbst, das Absolute Bewusstsein. Sie werden erkennen, dass es nur Subjektivität gibt. Sie wachen in der Einheit auf und begreifen: ich bin das!

the_fat_buddha_budai-wallpaper-1366x768.jpgDas Erfahren der Präsenz ist kein statisches Ding, sondern ein sich immer weiter entwickelnder Prozess. Die Anwesenheit, im gegenwärtigen Moment, wie durch Eckhart Tolle beschrieben, ist gerade der erste Schritt im Prozess. Während des Prozesses gibt es einen kritischen Moment, wenn das Ego dazu neigt sich einzumischen und Ihnen vorschlägt, dass das Ziel nun erreicht ist: Ich bin hier, ich bin anwesend, ich habe mich über den Formen und Gestalten erhoben. Diese Anwesenheit ist jedoch nur ein Tor, in das wir durchgehen müssen, um echte Präsenz zu erfahren.

Wenn wir das als unseren echten Zustand anerkennen, ist es nicht mehr von Bedeutung, ob wir in der Präsenz bewusst über die Außenwelt sind bzw. sie verinnerlicht haben. Dieser konzeptionelle Ansatz erscheint nur unklar, wenn wir versuchen sie aus unserem aktuellen Zustand des Bewusstseins zu verstehen. Um vollständig zu verstehen, müssen wir zuerst in der Gegenwart aufwachen.


Credits: Frank M. Wanderer Ph.D (Ph.D, Prof. of Psychology, consciousness researcher, writer)

Quelle: Die magische Kraft der Präsenz | Denke-Anders-Blog

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