Alle Jahre wieder schließt sich der Kreis

und ich staune, wie sehr doch Anfang und Ende in mir selbst liegen:

Dass jede Schöpfung von Drama und Fülle

ihren Ursprung in der verborgenen Wahrheit dessen hat,

was ich für existent halte.

Dass mein müdes Auge nur dann auf einem Bild des Friedens ruhen kann,

wenn es dem Urgrund meines eigenen Bewusstseins entstiegen ist,

um sich im Webmuster des Lebens abzubilden.

Schonungslos zeigt mir die Welt das Chaos von Urteil und Spaltung,

das auch in mir selbst tobt.

All das in Dunkeltiefen vor sich hin wabernde

Ungeheilte und Unbefriedete,

dem wir den aufmerksamen Blick unserer Augen verwehren,

spinnt sich als Unheil und Unfrieden über den Planeten.

Wir spielen Spieglein an der Wand

und sehen im Lichte der Wahrheit noch immer die Hand vor Augen

und den Wald vor lauter Bäumen nicht.

Sie schmeckt ein wenig bitter, die Erkenntnis, dass ich selbst es bin,

dass wir es sind,

die den Theaterpinsel in illusorisches Schwarz und Weiß tauchen,

um damit Szenen von Trennung und Mangel zu malen,

unter denen wir dann ächzen.

Oder eben Sonnenlandschaften von üppigem Grün und Gelb,

in denen unser zeitloses Wesen gedeiht,

friedvolle Szenerien, aus Freude und Anmut gewoben,

Weltengespinste,

von kristallklarer Absicht geformt,

und gegossen in die reine Materie einer neuen Zeitqualität,

die wir uns erwählen.

Quelle: WORTMALEREIEN.COM – Weltengespinste

Weltengespinste

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