Carsten Rachow: Der Witz vom selbstlosen Selbst ist der Witz vom ichlosen Ich.

nit möööglich!

C„Sprache wirkt“, weshalb ich hier anstelle des unpersönlichen „Selbst“ das sehr persönliche „Ich“ verwende. Und schon wird sichtbarer, was einer wirklich behauptet, wenn er sagt, er hätte „selbstlos“ gehandelt oder wenn er „mehr Selbstlosigkeit“ fordert: „Ich habe ichlos gehandelt. Ich fordere mehr Ichlosigkeit.“ Da lacht sogar der Affe …

Selbstlosigkeit oder Ichlosigkeit existiert nicht (außer als geglaubtes Konstrukt). Jedes selbstlose Handeln ist voller Selbst, ist voll von Ichheit. Und damit voll von dem, was ich „das Bessere“ bezeichne, also der in jedem agierenden Ich wirkende Impuls, die eigene essentielle Gutheit in relativer Weise zum Ausdruck bringen zu wollen. Dies bedeutet: Sogar derjenige, der behauptet, er habe „völlig selbstlos“ gehandelt, er habe also nicht an sich und sein eigenes Wohl gedacht, sondern nur zum Wohle eines anderen gehandelt, wird dabei „erwischt“ werden können, wie er selbst die Variante „selbstlos agieren“ als besser bewertete als die Variante „nicht-selbstlos agieren“. Und in dieser…

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