Das Prinzip Gottes: Dir geschehe nach deinem Glauben

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Grundsätzliches

Der Geist Gottes in uns erforscht alles.

1.Korinther 2.10 – … denn der Geist erforscht alles, auch die Tiefen Gottes.

Die größte dynamische Kraft liegt somit in unserem Inneren und gleichzeitig sind wir von ihr schützend umgeben.

Markus 11.22-24 – Und Jesus antwortet und spricht zu ihnen: Habet Glauben an Gott. Wahrlich, ich sage euch: Wer irgend zu diesem Berge sagen wird: Werde aufgehoben und ins Meer geworfen! und nicht zweifeln wird in seinem Herzen, sondern glauben, dass geschieht, was er sagt, dem wird werden [was irgend er sagen wird]. Darum sage ich euch: Alles, um was irgend ihr betet und bittet, glaubet, dass ihr es empfangen habt und es wird euch werden.

Das glaubensvolle, vertrauende und Gott alles zutrauende Gebet ist der Schlüssel um die göttliche, allmächtige Kraft sozusagen „einzuschalten“ und zur Wirkung zu bringen.

Psalm 46.2 – Darum werden wir uns nicht fürchten, wenngleich gewandelt würde die Erde, und wenn die Berge wankten im Herzen des Meeres,

Ein solches Gebet schafft die Verbindung.

Auch wenn der allmächtige und allwissende Gott alles weiß, erwartet er unser kindlich vertrauliches Bitten.

Uns mögen Dinge manchmal unmöglich scheinen, aber nicht so bei Gott.

Matthäus 19.26 – Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei Menschen ist dies unmöglich, bei Gott aber sind alle Dinge möglich.

Beten ist die dynamische Verbindung mit Gott. Da er überall ist, auch in uns, muss lediglich der „Kontakt“ geschlossen werden, wie bei einem elektrischen Schalter, damit wir mit der Gotteskraft verbunden sind. Deshalb muss man vor dem Handeln beten und nicht danach – es sei denn als Dankgebet.

Gottes Allmacht ist unbegrenzt. Wenn nun dieser mächtige Gott in uns wohnt, dann sind wir ebenfalls unbegrenzt. Der Herr Jesus hat gesagt: „…ich bin in ihnen und du (Vater) in mir…“ . Allerdings werden nicht alle unsere Gebete sofort erfüllt. Wir müssen lernen geduldig zu warten und zu vertrauen. Abraham hat uns hierin ein gutes Beispiel gegeben. Er wartete 25 Jahre auf die Geburt Isaaks. Ebenso Isaak, er wartete 20 Jahre bis Rebekka, seine Frau, ihm seinen Sohn Jakob gebar. Auch Jakob musste lernen zu warten. So zieht sich die Linie der guten Beispiele durch alle Lebensberichte der treuen Glaubensmänner vergangener Zeiten hindurch.

Hebräer 11.32,33 – Und was soll ich noch sagen? Denn die Zeit würde mir fehlen, wenn ich erzählen wollte von Gideon und Barak und Simson und Jephta, und David: und Samuel und den Propheten, welche durch Glauben Königreiche bezwangen, Gerechtigkeit wirkten, Verheißungen erlangten, der Löwen Rachen verstopften.

Es waren Menschen wie wir – keine Helden im mystischen Sinn – sondern Glaubenshelden. Auch wir heute können nicht nur von ihnen lernen, sondern es auch im Glauben wagen, unserem großen Gott in Christo alles zuzutrauen, ja IHM absolut zu vertrauen wie auch die Treuen der alten Zeiten.

Ihnen geschah nach ihrem Glauben!

Auch zur Zeit des irdischen Lebens Jesu gab es beeindruckende Zeugnisse großen Glaubens. Da war zum Beispiel der Knecht eines Hauptmannes krank. Der Glaube dieses Hauptmannes war vorbildlich. Er empfand es als zu große Ehre, dass Jesus in sein Haus kommen wollte, und sagte deshalb folgendes:

Matthäus 8:8 – … Herr, ich bin nicht würdig, daß du unter mein Dach tretest; sondern sprich nur ein Wort, und mein Knecht wird gesund werden.

Er glaubte, dass Jesus seinen Knecht aus der Ferne, allein aufgrund eines Wortes, heilen konnte. Was hat Jesus diesem Mann geantwortet?

Matthäus 8:13 – Und Jesus sprach zu dem Hauptmann: Gehe hin, und dir geschehe, wie du geglaubt hast. Und sein Knecht wurde gesund in jener Stunde.

Ja, ihm geschah nach seinem Glauben.

Hier noch zwei Beispiele.

Matthäus 9.27-29 – Und als Jesus von dannen weiterging, folgten ihm zwei Blinde, welche schrieen und sprachen: Erbarme dich unser, Sohn Davids! Als er aber in das Haus gekommen war, traten die Blinden zu ihm; und Jesus spricht zu ihnen: Glaubet ihr, dass ich dieses tun kann? Sie sagen zu ihm: Ja, Herr. Dann rührte er ihre Augen an und sprach: Euch geschehe nach eurem Glauben.

Matthäus 15.22-28 – … und siehe, ein kananäisches Weib, das von jenen Grenzen herkam, schrie zu ihm und sprach: Erbarme dich meiner, Herr, Sohn Davids! Meine Tochter ist schlimm besessen. … 28 Da antwortete Jesus und sprach zu ihr: O Weib, dein Glaube ist groß; dir geschehe, wie du willst. Und ihre Tochter war geheilt von jener Stunde an.

Ist das nicht wunderbar?

Du brauchst nur die Bibel lesen und wirst weitere großartige Begebenheiten finden, die den Glauben zeigen, der jedem Glaubenden von Gott geschenkt wird. Wer an der Macht Gottes zweifelt, wird solches nicht erleben. Die aber, die da glauben, werden auch noch heute Wunder erleben.

Ihnen wird auch heute nach ihrem Glauben geschehen!

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Das göttliche Prinzip

Gott handelt nach den von ihm festgelegten Prinzipien oder Gesetzen. Er verlangt von niemandem mehr als er selbst für sich festgelegt hat. Das will auch heißen, dass er sich an alle seine Gesetze selbst in vorbildlicher Weise hält. Damit ist Gott, man möge das Wort entschuldigen, berechenbar. Ich weiß genau wie er reagiert, wenn es um die Einhaltung seiner Gesetze geht.

Eines der Prinzipien Gottes ist das der Stille . Alles Göttliche entspringt der Stille. Die ganze Schöpfung gibt hiervon Zeugnis. Wenn ein Baum wächst dann geschieht dies in der Stille. Unzählige Vorgänge laufen ab – chemische und physikalische – und niemand kann es hören. Wir sehen nur den wunderbaren Werdeprozess wenn wir ihn in Etappen, vielleicht per Fotoapparat, festhalten.

Genauso wachsen unsere Kinder zu Persönlichkeiten heran und wir sagen dann: „Wo sind all die Jahre hin?“ Niemand hat es wirklich „gehört“ wie sein Kind wächst. Bei meinen Kindern habe ich manchmal am Türbalken einen Strich gemacht um das Wachstum zu beobachten.

Ja, das Wirken Gottes aus der Stille heraus ist für mich eines der wunderbarsten seiner Prinzipien. Der Bibelbericht ist mit vielen Beispielen angefüllt, die uns Lehre und Ansporn sein sollen dem Lärm des Widergöttlichen zu entfliehen und Ruhe und Kraft zu finden in der Stille Gottes.

Nur aus der Stille heraus geschieht dir nach deinem Glauben.

Ein weiteres Prinzip Gottes ist das der Kraftquelle. Er will, dass wir in seiner Kraft leben nicht in unserer. Der Apostel Paulus wurde diesbezüglich belehrt, als er von einem Übel befreit werden wollte, und Gott drei mal zu sich rief. Die Antwort war: „Meine Gnade genügt dir, denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.“

Auch hier gilt: Aus seiner Kraft geschieht dir nach deinem Glauben.

Auch die Liebe und ihre zielgerichtete Gestaltung aller Dinge ist göttliches Prinzip – ja sogar Person Gottes – weil ER die Liebe ist. So hat er sein Liebeshandeln zum Grundsatz gemacht. Die Liebe, und damit Gott in Person, rechnet das Üble nicht zu . Dies will nicht sagen, dass Gott Gnade ohne Gericht erweist. Ganz und gar nicht! Hier wird aber das Ziel deutlich gemacht. Nämlich, alles wird einmal in die Liebe Gottes einmünden und zwar nach den Gerichten. Dann wird er alles in allen sein . Welch eine großartige, zielgerichtete Erwartung schenkt uns das Wissen um dieses Prinzip Gottes!

Nach seinem Glauben geschieht dem, der dieser Liebe glaubt.

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Das Gesetz vom Säen und Ernten.

Galater 6.7 – Irret euch nicht, Gott lässt sich nicht spotten! Denn was irgend ein Mensch sät, das wird er auch ernten.

Das göttliche Gesetz vom Säen und Ernten gilt für alle Lebensbereiche. Grundsätzlich ist dabei auch folgendes interessant und beachtenswert: Alles, was gesät wird, produziert im Ergebnis der Ernte ein Vielfaches. D.h. es wird unter normalen Bedingungen immer wesentlich mehr geerntet, als man gesät hat!

Dieses Prinzip Gottes hat somit weitreichende Folgen. Denn alles, was gesät wurde, ob Gutes oder Böses, unterliegt diesem göttlichen Gesetz.

Dies wird an einem einfachen Beispiel deutlich. Ich habe mir einmal die Mühe gemacht, die Körner einer Ähre zu zählen und man staune – es waren achtzig Stück. Da hat der Landwirt ein Korn gesät und in der Ernte kann er das Achtzigfache zurücker-halten!

Ein guter Gedanke produziert also achtzig andere gute Gedanken – ebenso ein böser Gedanke. Kaum auszudenken, wie die Welt sich verändern würde, wenn alle Menschen nur noch Gutes denken würden!

Es ist somit wichtig, darauf zu achten, was man sät – selbst in den Gedanken. Deshalb sagt der Apostel Paulus, dass man nur Gutes denken und tun soll – eben weil die Ernte entsprechend sein wird.

Philipper 4.8 – Übrigens, Brüder, alles was wahr, alles was würdig, alles was gerecht, alles was rein, alles was lieblich ist, alles was wohllautet, wenn es irgend eine Tugend und wenn es irgend ein Lob gibt, dieses erwäget. 9 Was ihr auch gelernt und empfangen und gehört und an mir gesehen habt, dieses tut, und der Gott des Friedens wird mit euch sein.

Alles, was man austeilt – ob Gedanken, Worte oder Materielles – alles, aber auch alles, kommt mit Zuwachs zurück. Wer also viel Gutes ernten will, sollte solches vorher säen. Dies trifft auch auf Verluste jeglicher Art zu. Wer diese geistlicherweise nicht akzeptiert, weil es sich ja nur um eine Verschiebung oder Veränderung des Daseins dieser Dinge handelt, wird ein Vielfaches zurückerhalten.

Jesus kannte dieses Gesetz Gottes und sagte deshalb folgendes:

Matthäus 19.29 – Und ein jeder, der irgend verlassen hat Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Weib oder Kinder oder Äcker um meines Namens willen, wird hundertfältig empfangen und ewiges Leben erben.

Auch Hiob erlebte diese göttliche Regel, als er Gott die Treue hielt. Er hat sich nicht abbringen lassen. Auch nicht von seiner Frau, der letzten Person seines Vertrauens. Das Ergebnis ist überwältigend. Es wird folgendes berichtet:

Hiob 42.10 – Und Jahweh wendete die Gefangenschaft Hiobs, als er für seine Freunde betete; und Jahweh mehrte alles, was Hiob gehabt hatte, um das Doppelte. 12 Und Jahweh segnete das Ende Hiobs mehr als seinen Anfang; und er bekam vierzehntausend Stück Kleinvieh und sechstausend Kamele und tausend Joch Rinder und tausend Eselinnen.

Wer großzügig ist und gibt, erhält, wie bei Saat und Ernte, ein Vielfaches zurück. Es gilt, dies nicht nur zu wissen, sondern auch glaubensvoll anzuwenden. Dann geschieht gemäß der Verheißung des Herrn Wunderbares.

Lukas 6.38 – Gebt, und es wird euch gegeben werden: ein gutes, gedrücktes und gerütteltes und überlaufendes Maß wird man in euren Schoß geben; denn mit demselben Maße, mit welchem ihr messet, wird euch wieder gemessen werden.

Es bedarf der permanenten Erinnerung an dieses göttliche Gesetz um den Erfolg, das Handeln Gottes, im eigenen Leben verwirklicht zu sehen.

Ja, man erntet was man sät – ausschließlich Gott allein kann dieses Gesetz ändern. Negativ Gesätes wird dann zu Positivem. So macht ER Übles zu Gutem.

Bestes Beispiel ist die Geschichte um Josef. Durch den üblen Verrat seiner Brüder wurden das Volk Israel und andere Nationen vor dem Hunger gerettet. Noch größer wird die Bedeutung dieser von Gott veranlassten Handlung, wenn man bedenkt, dass Israel Gottes Werkzeug zur Verwirklichung seines Heilsplanes ist.

Israel ist der Erstling aus den Nationen, und das Wort sagt uns, dass Erstlinge die Garantie für die Masse sind.

Römer 11.16 – Wenn aber der Erstling heilig ist, so auch die Masse; und wenn die Wurzel heilig ist, so auch die Zweige.

Alle Nationen bringt Gott zum Ziel, und das zunächst negative Erleben Josefs war der Anfang für die Verwirklichung dieses Gotteszieles.

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Das Gesetz des Glaubens

Jesus hat gewusst nach welchen Prinzipien sein Vater handelt. Deshalb glaube ich, dass sich alles, was ich von Herzen glaube, verwirklicht.

Die feste Überzeugung, dass Gott unseren treuen, wortgemäßen Glauben erfüllt, muss Grundlage allen Betens sein.

Matthäus 21.21 – Wenn ihr Glauben habt und nicht zweifelt, so werdet ihr nicht allein das mit dem Feigenbaum Geschehene tun, sondern wenn ihr auch zu diesem Berge sagen werdet: Werde aufgehoben und ins Meer geworfen! so wird es geschehen.

Markus 11.23 – Wahrlich, ich sage euch: Wer irgend zu diesem Berge sagen wird: Werde aufgehoben und ins Meer geworfen! und nicht zweifeln wird in seinem Herzen, sondern glauben, dass geschieht, was er sagt, dem wird werden [was irgend er sagen wird].

Was bedeuten Berg und Meer in Jesu Rede? Der Berg sind Probleme, Belastungen, Sorgen und alles Unangenehme in deinem Leben. Das Meer ist ein Aufenthaltsort Toter. Deine Probleme sind dort handlungsunfähig und können dich somit nicht mehr belasten. Welch eine wunderbare Lösung!

Gott kennt ja alle unsere Bedürfnisse, deshalb ist für IHN die Lösung schon klar, ehe wir ihn bitten.

Jesaja 65.24 – Und es wird geschehen: Ehe sie rufen, werde ich antworten; während sie noch reden, werde ich hören.

Dann führt uns der Geist Gottes in jene Ruhe, von der Jesus am Anfang seines irdischen Dienstes sprach:

Matthäus 11.28 – Kommet her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben.

Wie kommst Du zu Jesus? Sprich mit ihm, übergib ihm dein ganzes Leben. Dann geschieht auch dir, wie den beiden Blinden, nach deinem Glauben.

Matthäus 9.29 – Dann rührte er ihre Augen an und sprach: Euch geschehe nach eurem Glauben.

Lebe in der freudigen Erwartung all dessen, was du glaubst und vertraue absolut darauf, dass es geschieht, ja schon geschehen ist und beweise dies, indem du dafür dankst.

Danken macht deutlich, dass etwas empfangen wurde. Es ist sozusagen die Bestätigung für diesen Vorgang. Wer dankt schon für etwas, das er nicht erhalten hat?

Nach dem Gesetz des Glaubens wird alles, was du von Herzen glaubst, in deinem Leben sichtbar. Deshalb prüfe, was du glaubst!

Der Glaube, der auf den immer gültigen Prinzipien Gottes beruht, wird auch immer in Erfüllung gehen!

Hebräer 11.1 – Der Glaube aber ist eine standhafte Zuversicht dessen, was man erwartet, ein Überführtsein von Tatsachen, die man nicht erblickt.

Das Geglaubte existiert, man muss nur erwartend warten können bis es sich erfüllt, bis es sichtbar in unser Leben Einzug hält.

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Alles geschieht gemäß Glauben.

Hier nochmals die Definition des Glaubens:

Hebräer 11.1 – Der Glaube aber ist eine standhafte Zuversicht dessen, was man erwartet, ein Überführtsein von Tatsachen, die man (noch) nicht erblickt.

Glauben heißt also – nicht zweifeln, obwohl man nichts sieht. Aber man kann es wahrnehmen, als vorweggenommene Gebetserhörung, wie es Jesus selbst empfohlen und getan hat.

Markus 11.24 – Darum sage ich euch: Alles, um was irgend ihr betet und bittet, glaubet, dass ihr es empfangen habt, und es wird euch werden.

Die Hauptfeinde des Glaubenden sind Zweifel, Furcht, Unwissenheit und mangelndes Vertrauen in die Macht Gottes, die sich in Christus Jesus manifestiert hat. Da wo ER ist, kann sich kein Feind halten.

Psalm 68.1 – Dem Vorsänger. Von David. Ein Psalm, ein Lied. Möge Gott aufstehen! Mögen sich zerstreuen seine Feinde, und vor ihm fliehen seine Hasser!

Mache dir bewusst, dass Gott in Christus immer in dir, dem Neugezeugten, ist, und dass du in Christus und in Gott bist. Es ist ein doppeltes Ineinandersein!

Keine geistige Macht, auch wenn sie Wunder wirkt, hat solche Kraftfülle zur Verfügung wie der Herr des ganzen Alls.

Der glaubende Blick auf den Christus und damit auch auf den Vater ist der einzige Weg zum Ziel der Vollendung.

Dieses Ziel ist Realität und muss schon hier und jetzt im Glauben als Realität erfasst werden.

Römer 1.20 – … denn das Unsichtbare von ihm, sowohl seine ewige Kraft als auch seine Göttlichkeit, die von Erschaffung der Welt an in dem Gemachten wahrgenommen werden, wird geschaut, damit sie ohne Entschuldigung seien…

Alles, was dir begegnet, ist Teil der wunderbaren Schöpfung Gottes. Alles ist abhängig vom Geist Gottes. Der materiellen Schöpfung und den meisten Menschen ist dies nicht bewusst. Wenn du also in allem Gott erkennst, wird es einfach sein, auch allen Menschen mit Wohlwollen zu begegnen. Das wiederum bewirkt, dass auch alles, was dir begegnet, dir zu deinem Guten zusammenwirkt.

Römer 8.28 – Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, ER alles zum Guten zusammenwirkt…

So erfüllt sich Schriftwort auf Schriftwort im Leben dessen, der glaubt, und es geschieht alles nach diesem Glauben.

Psalm 23.6 – Fürwahr, Güte und Huld werden mir folgen alle Tage meines Lebens; und ich werde wohnen im Hause Jahwehs auf immerdar.

Alles, was in deinem Inneren ist, strahlt auch nach außen. Das wiederum hat zur Folge, dass andere Menschen dir in gleicher Weise begegnen. Was liegt also näher, als das Göttliche in dir bewusst nach außen zu tragen – mit der Folge von lauter wohlgesonnenen Menschen um dich herum?

Johannes 3.16 – Denn also liebt Gott die Welt, dass er seinen einziggezeugten Sohn gab, auf dass jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern äonisches (ewiges) Leben habe.

Gott liebt seine Schöpfung und damit auch dich. Mache dir diese einfache Wahrheit mehrmals täglich bewusst. Weil Gott dich liebt, wird er auch für dich sorgen.

Auch David wusste durch den Geist Gottes, wo man Wurzeln schlagen soll.

Psalm 1.1-3 – Glücklich der Mann, … der Gefallen hat am Gesetz Jahwehs … er ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und dessen Blatt nicht verwelkt; und alles, was er tut, gelingt. Gottes Gesetze wirken immer und überall. Wenn du diesen Gesetzen vertraust und fest an deren Wirkung glaubst, bist du wie dieser Baum, der seine Wurzeln tief im Geist und Wort Gottes (Wasser) hat. Dann wird dir auch alles, was mit dem Willen Gottes für dich übereinstimmt, gelingen.

Jakobus 4:8 – Nahet euch Gott, und er wird sich euch nahen. Säubert die Hände, ihr Sünder, und reinigt die Herzen, ihr Wankelmütigen.

Gott ist in deinem Inneren! Nahe dich ihm in diesem Bewuss-tsein und der Gott und Herr in dir wird allen deinen Bedarf erfüllen.

Philipper 4.19 – Mein Gott aber wird all euren Bedarf erfüllen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus.

Alles kommt von Gott, der Quelle aller Energie. ER wirkt alles in Allen. Auch das scheinbar Üble dient einem guten Zweck in unserem Leben. Deshalb sagt für alles Dank – nicht denkt Dank – sagt, das heißt laut und vernehmlich mit Gott zu reden.

Dann geschieht dir nach deinem Glauben!

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Das Innenwirken Gottes wird nach außen sichtbar.

Alles Göttliche in uns kann niemand sehen, und doch ist es da. Du kannst es spüren, weißt es, aber von außen kann es niemand antasten, es ist unbesiegbar!

Römer 4.17 – Abraham glaubte Gott, … der die Toten lebendig macht und die Nichtseienden ruft, wie wenn sie da wären.

Äußere Gegebenheiten sind immer die Darstellung geistlicher Sachverhalte. Deshalb ist äußere Sicherheit nur durch geistliche Sicherheit, die vorausgehen muss, erreichbar oder vorhanden.

Die Schöpfung ist sichtbar gemachter Geist Gottes. So konnte Einstein feststellen, dass Masse und Energie austauschbar sind.

Die Bibel als das „Wort“ sagt uns dieses nun schon seit Jahrtausenden – und doch haben nur wenige Gläubige das „Wort“ beim Wort genommen und die Bestätigung im eigenen Leben „er“-lebt.

Weil „ER“ lebt und in allem wirkt, fehlt nur unser Glaube, um zur erlebbaren Wirklichkeit zu kommen!

Im Grunde ist alles Geist oder Energie (wrtl. Innenwirkung) da die kleinsten Teile der „Materie“ Energie sind – somit ist alle Materie Energie und damit Geist oder göttliche Wesensart.

Ich weiß, dass mancher Gläubige bei diesem Gedanken „Schmerzen“ hat – und doch ist es so – Gott ist überall und regiert über aller Zeit und in aller Materie und in uns.

Psalm 145.13 – Deine Regentschaft ist eine Regentschaft aller Zeitalter, und deine Herrschaft durch alle Geschlechter hindurch.

Lukas 17.21 – … Denn siehe, die Regentschaft Gottes ist in eurem Inneren.

Alles, was wir „können“, ist uns gegeben. So wirkt Gott in Christus auch bis in die letzte Faser unseres Seins hinein.

1.Korinther 4.7 – Denn wer unterscheidet dich? Was aber hast du, das du nicht empfangen hast? Wenn du es aber auch empfangen hast, was rühmst du dich, als hättest du es nicht empfangen?

1.Korinther 12.6 – und es sind Verschiedenheiten von Wirkungen (Energien), aber derselbe Gott, der alles in allen innenwirkt (allem Energie gibt).

Gerade diese Tatsache ist ja so beruhigend für alle, die da glauben dürfen. Nichts, aber auch gar nichts kann außer Kontrolle geraten, weil nichts ohne Gottes Genehmigung geschieht. Er ist Herrscher über allem. Auch Satan muss für alles um Genehmigung bitten. Bei Hiob haben wir das klassische Beispiel dafür.

Hiob 1.12 – Da sprach Jahweh zum Satan: Siehe, alles, was er hat, ist in deiner Hand; nur nach ihm strecke deine Hand nicht aus. Und der Satan ging von dem Angesicht Jahweh hinweg.
Hiob 2.6 – Und Jahweh sprach zum Satan: Siehe, er ist in deiner Hand; nur schone seine Seele.

Satan musste sich die Genehmigung holen, um seinen Plan bei Hiob auszuprobieren. Er konnte nicht ohne Erlaubnis handeln. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Gott ist auch in diesen Dingen der Unveränderbare über Raum und Zeit.

Jakobus 1.17 – Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter, bei welchem es keine Veränderung gibt, keinen Wechsel zu Beschattung.

Welch ein Trost ist dies, und welch innere Balance oder Ausgeglichenheit hat dies zur Folge, wenn ich dies glauben darf und zudem mehr und mehr Beweise im eigenen Leben sammeln darf!

Die Esoterik sagt: „Sorge nicht, lebe!“ Sie vertrauen ihren „Geistern“. Das funktioniert sogar. Ich habe vor ein paar Tagen ein Interview gehört, in dem eine Frau ihre Erfahrungen mit einem sogenannten „kosmischen Bestellsystem“ erzählte. Ihr „Geist“ hieß Universum und sie hat alles, was sie brauchte dort bestellt und auch weitestgehend bekommen.

In der biblischen Geschichte haben wir ähnliche Beispiele, bei denen andere Geister große Wunder vollbracht haben.

Als Mose in der Kraft Gottes vor Pharao den Stab in eine Schlange verwandelte, konnten die Zauberer des Königs dies nachmachen. Man stelle sich vor, wie Mose gefühlt haben muss. Er wusste aus Erfahrung, dass Gott mit ihm war und absolute Macht über alles hat.

Jetzt hatten andere „Götter“ die scheinbar gleiche Macht! Mose war klar, dass dies seinen Stellenwert bei dem ägyptischen Herrscher nicht verbesserte. Der Pharaos dachte, dieser Mose, der im Auftrag eines „Hebräer-Gottes“ kam, ist auch nur ein Zauberer, nichts weiter.

Erst als die Stab-Schlange des Mose die anderen Schlangen gefressen hatte, war klar, wer hier die Oberherrschaft hatte. Wie großartig muss sich der Prophet nach dieser Bestätigung seines unerschütterlichen Glaubens gefühlt haben.

Dieses Beispiel zeigt uns aber, dass auch die anderen Götter eine gewisse Macht haben und für oder durch ihre Anhänger sogar Wunder wirken. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

Schlussfolgerung:

Wenn dem so ist, warum vertrauen wir oft unserem Gott in Christus Jesus so wenig? ER ist die höchste Autorität im ganzen All! ER wirkt alles in Allen. ER tut auch in unserem Leben Wunder. Glauben wir daran!

Glauben hat mit Treue zu tun. Wenn ich also meinem Gott etwas anvertraue, glaube ich, dass er es zu meinem Besten erledigt? Oder hole ich das IHM Anvertraute wieder zurück, um mich selbst darum zu kümmern?

1.Petrus 5.7 – … alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.

Matthäus 11.28 – Kommet her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben (wörtl. hinaufberuhigen).

Das sind göttliche Zusagen! Wer wollte daran zweifeln, dass sie ernst gemeint sind? Solches wäre eine Beleidigung des Herrn, ja ein Zeichen von großem Unglauben.

Daran erinnere ich mich selber immer dann, wenn es wieder und wieder passiert, dass ich etwas zurückhole und selber überlege, wie ich nun weiter vorgehen sollte.

Warum kann ich nicht einfach ruhig abwarten, wie der Herr der ganzen Erde die Sache löst! (Das war übrigens der Grund zum Schreiben dieses Buches; ich wollte mir selber die Tatsachen vor Augen halten).

Der Herr hat mich in all den Jahren reich belohnt. Nicht nur in und mit meiner Familie sondern auch besonders im Kreise all der von Gott geliebten Geschwister, die ich von ihm geschenkt bekommen habe.

Wer der Innenwirkung Gottes vertraut, dem geschieht nach seinem Glauben.

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Fürchte dich nicht

Folgender Grundsatz ist das Leitmotiv für die Überlegungen dieses Kapitels:

Nur wenn ich einer Sache Macht verleihe, hat sie in mir Raum zum Wirken. Das trifft auf Gutes wie auch auf Übles zu. Der Apostel Paulus macht dies deutlich, als er das Thema mit dem Götzenopferfleisch abhandelte.

Hier der Originaltext:

1.Korinther 10.25-29 – Alles, was auf dem Fleischmarkte verkauft wird, esset, ohne zu untersuchen um des Gewissens willen. Denn „die Erde ist des Herrn und ihre Fülle“.
Wenn aber jemand von den Ungläubigen euch einladet, und ihr wollt hingehen, so esset alles, was euch vorgesetzt wird, ohne zu untersuchen um des Gewissens willen. Wenn aber jemand zu euch sagt: Dies ist als Opfer dargebracht worden, so esset nicht, um jenes willen, der es anzeigt, und um des Gewissens willen, des Gewissens aber, sage ich, nicht deines eigenen, sondern desjenigen des anderen; denn warum wird meine Freiheit von einem anderen Gewissen beurteilt?

Fleisch, das schon einmal auf einem Götzen-Altar gelegen hat, ist genauso Fleisch wie jedes andere. Aber der Glaubensschwache denkt, der Götze hat durch das Fleisch Macht über ihn.

So isst er das Fleisch nicht. Warum tut er das? Weil für ihn der Götze noch durch das Fleisch wirkt. So gibt er dem Dämon Macht, die dieser aber in Wirklichkeit gar nicht hat. Wenn der Geist noch Macht hätte, dann könnte der Starke dieses Fleisch auch nicht essen!

Dieses Beispiel lässt sich beliebig auf die unterschiedlichsten Gebiete anwenden. Irgend ein Umstand macht dir zu schaffen, der, realistisch betrachtet, mehr Einbildung als Wirklichkeit ist. Da ist z.B. die Furcht vor Morgen, vor der Zukunft. Wie viele Menschen haben Angst vor dem, was alles kommen könnte.

Furcht, im Sinne von Angst, ist absolut etwas Widergöttliches. Mit der Furcht stellen wir uns dem Gegenspieler Gottes zur Verfügung. Wir erkennen damit die Macht des Bösen an. So wird unsere Umwelt das Echo unseres Wesens, und du kannst leicht feststellen, ob du dich fürchtest oder die Liebe Gottes ausstrahlst.

Kein Feind hat Macht über uns, wenn wir ihm, statt der Furcht, die Liebe und den Glauben entgegenstellen. Ein weiteres Beispiel lehrt uns dies sehr eindrucksvoll:

David hat nämlich auf genau diese Weise den Goliath besiegt. Man muss sich die ungleichen Kräfteverhältnisse der Männer einmal anschauen. Goliath, der Philister, war ein Riese und zudem noch bis an die Zähne bewaffnet. David dagegen war ein Hirtenjunge! Ohne Rüstung und ohne menschlichen Gehilfen.

Interessant sind nun die Argumente der beiden. Der Riese hat sich vollkommen auf seine Kraft verlassen, indem er zu David rief:

1.Samuel 17.44 – …: Komm her zu mir, dass ich dein Fleisch den Vögeln des Himmels und den Tieren des Feldes gebe!

Goliath hat sich somit auf seine eigene Kraft verlassen und gesagt: „Ich werde es tun“.

Ganz anders bei David. Er hat sich auf seinen Gott berufen und in dessen Namen den ungleichen Kampf aufgenommen. Das Ergebnis ist beeindruckend! Der Hirtenjunge siegt in der Kraft Gottes.

1.Samuel 17.45-50 – Und David sprach zu dem Philister: Du kommst zu mir mit Schwert und mit Speer und mit Wurfspieß; ich aber komme zu dir im Namen Jahwehs der Heerscharen, des Gottes der Schlachtreihen Israels, den du verhöhnt hast. An diesem Tage wird Jahweh dich in meine Hand überliefern,…
Und diese ganze Versammlung soll erkennen, dass Jahweh nicht durch Schwert und durch Speer rettet;…
Und David fuhr mit seiner Hand in das Gerät und nahm einen Stein heraus, und er schleuderte und traf den Philister an seine Stirn; und der Stein drang in seine Stirn, und er fiel auf sein Angesicht zur Erde. So war David, mit der Schleuder und mit dem Steine, stärker als der Philister, und er schlug den Philister und tötete ihn; und David hatte kein Schwert in der Hand.

Nicht Furcht, sondern absolutes Vertrauen in die Macht seines Gottes, war die Triebfeder des David. So geschah ihm nach seinem Glauben!

Der jedoch, der sich fürchtet, bleibt Knecht irgendeiner unsichtbaren Macht oder Gewalt. Die Liebe Gottes aber, die in Christo zu uns kam, befreit von solchen Zwängen.

Schon Hiob wusste von der Wirkung solcher Mächte:

Hiob 3.25 – Denn ich fürchtete einen Schrecken, und er traf mich, und vor dem mir bangte, das kam über mich.

Die Furcht schwächt zudem den Leib und die Seele. Dies wiederum bereitet allen möglichen Krankheiten den Weg. Die Medizin spricht dann von psychosomatischen Krankheiten. Das will sagen, dass ein geistliches Problem den Körper so beherrscht, dass dieser krank wird. Es bedarf also der Lösung des geistlich-psychischen Problems und die körperliche Krankheit verschwindet.

Natürlich gibt es auch tatsächlich Katastrophen äußerer Art, die uns treffen können. Aber es ist ein gewaltiger Unterschied, ob die Furcht dich lähmt oder die Zuversicht dich beweglich hält. Im Vertrauen auf die göttliche Führung kannst du ruhiger und gelassener auf mögliche unangenehme Ereignisse reagieren. Die Folge ist, du bleibst trotz äußerer Probleme körperlich gesund – und kannst demzufolge auch den schlechten Umstand besser verarbeiten oder das Problem lösen.

Jesaja 54.14,15 – Durch Gerechtigkeit wirst du befestigt werden. Sei fern von Angst, denn du hast dich nicht zu fürchten, und von Schrecken, denn er wird dir nicht na-hen….; wer sich gegen dich erhebt, der wird um deinetwillen fallen.

Der Geist Gottes in den Seinen wird ein entsprechendes Werk verrichten, so dass sich wunderbare Ergebnisse einstellen.

2.Timotheus 1.7 – Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furchtsamkeit gegeben, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.

Wir sind selbst schuld, wenn so wenige Zusagen Gottes in unserem Leben ganz buchstäblich in Erfüllung gehen. Der Kleinglaube verhindert das Wirken Gottes. Da gibt es ein wunderbares Beispiel der Jünger Jesu als sie mit ihm im Boot über den See fuhren. Er gab Anweisung ans andere Ufer zu fahren und dann geschah folgendes:

Matthäus 8.18,23-26 – Als aber Jesus eine große Volksmenge um sich sah, befahl er, an das jenseitige Ufer hinwegzufahren.
23 Und als er in das Schiff gestiegen war, folgten ihm seine Jünger. 24 Und siehe, es erhob sich ein großes Ungestüm (Sturm) auf dem See, so dass das Schiff von den Wellen bedeckt wurde; er aber schlief. 25 Und die Jünger traten hinzu, weckten ihn auf und sprachen: Herr, rette uns, wir kommen um! 26 Und er spricht zu ihnen: Was seid ihr furchtsam, Kleingläubige? Dann stand er auf und bedrohte die Winde und den See; und es ward eine große Stille.

Für die reale Situation galt zunächst: Der Herr hat gesagt, wir fahren ans andere Ufer. Hier hätte einer, der die Macht Jesu kannte und großen Glauben hat, sagen müssen: „Wenn Jesus sagt, wir fahren ans andere Ufer, dann werden wir auch dort ankommen, ganz gleich was zwischendurch passiert.“

Die Tatsachen waren aber anders. Wie sooft auch bei uns. Der Glaube war zu klein. Sie zweifelten an dem Erreichen des genannten Zieles. Deshalb nennt sie Jesus Kleingläubige. In dieser Bezeichnung steckt die ganze Misere. Auch ich habe immer wieder solche Momente im Leben, in denen ich nach „Hilfe“ schreie, anstatt still zu vertrauen. Das ist auch unser aller Lektion – still sein, damit ER wirken kann. Dann ist jede Furcht unbegründet.

Ein weiterer wichtiger Grundsatz ist:

Lebe nicht aus der Vergangenheit. Blicke nach vorn!

Eine „alte“ Geschichte lehrt uns dies. Es ist der Bericht um den Neffen Abrahams, Lot. Abgesehen davon, dass er sich selbst schon im Vorfeld von materiellen Dingen blenden ließ und dadurch erst in diese schlimme Lage geriet, bringt uns der Ausgang des Geschehens zu der obigen Erkenntnis.

Blicke nach vorn. Dahin, wo der Geist Gottes dich führen will. Schaue nicht zurück auf dein „armes, schwaches“ Leben sondern auf das Neue, das ER verheißen hat und schon heute im Geist verwirklicht.

Aber zurück zu Lot. Was war geschehen? Die Boten Gottes hatten den Auftrag, Lots Familie vor der Zerstörung ihrer Stadt zu retten. Sie hatten in ihrer selbstgewählten neuen Heimat ein bequemes und komfortables Leben geführt. Jetzt sollte dies alles nicht mehr sein. Aufbruch zu etwas Neuem, Unbekanntem. Sie hatten „nur“ das Wort ihres Gottes. Die Engel-Boten mussten sie förmlich aus der Stadt drängen. Ihre Anweisung lautete: „Sieh nicht hinter dich!“

1.Mose 19.17 – Und es geschah, als sie sie hinausgeführt hatten ins Freie, da sprach er: Rette dich um deines Lebens willen; sieh nicht hinter dich, und bleibe nicht stehen in der ganzen Ebene; rette dich auf das Gebirge, damit du nicht weggerafft werdest!

Lots Frau hatte große Zweifel an der ganzen Aktion. Sie war wohl auch am meisten mit diesem Luxusleben verwurzelt. Sie schaute hinter sich, voller Sehnsucht nach dem Vergangenen, und wurde zur Salzsäule.

Was lernen wir daraus?

Nicht eine tote Vergangenheit soll unser Führer sein sondern der geistgelenkte Blick auf die Gotteskraft, die uns nach vorn bringt und nach oben zieht. Deshalb sagt Jesaja:

Jesaja 43.18 – Gedenket nicht des Früheren, und über die Dinge der Vorzeit sinnet nicht nach!

Jesus drückte es so aus:

Lukas 9.62 – Jesus aber sprach zu ihm: Niemand, der seine Hand an den Pflug gelegt hat und zurückblickt, ist geschickt für die Regentschaft Gottes.

Auch der Apostel Paulus spricht von der vor uns liegenden Erwartung, wenn er sagt:

1.Korinther 9.10 – … Denn es ist um unseretwillen geschrieben, daß der Pflügende auf Erwartung pflügen soll, und der Dreschende auf Erwartung dreschen, um dessen teilhaftig zu werden.

Das Positive, Göttliche liegt vor uns, nicht dahinten. Hinter uns und unten liegt das Üble, der Tod. Vor uns liegt das Leben. Wer der Gotteskraft glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt. Jesus erweitert dies noch auf eine höhere Ebene, indem er sagte:

Johannes 11.25,26 – Jesus sprach zu ihr: … wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist; und jeder, der da lebt und an mich glaubt, wird nicht sterben hinein in den Äon (das kommende Zeitalter). Glaubst du dies?

Zu phantastisch? Nein, unser Denken ist zu sehr an das Jetzt gebunden, an unser gewohntes Leben, an „Sicherheiten“, die keine sind. Lassen wir uns losreißen von dem Alten und nicht nach hinten blicken, sondern nach vorn.

Der Inhalt der Psalmen ist besonders geeignet, die Thematik des Vertrauens und des Gegensatzes, der Furcht, deutlich zu machen. Die meisten Psalmen wurden dem David geschenkt. Er ruft oft nach Befreiung von seinen

Feinden. Genauso oft erfährt er die Hilfe seines Gottes. Jesus hat dies auf eine geistliche Ebene gehoben. Er fordert auf, die Feinde zu lieben. Hier sehen wir, dass besonders auch innere Feinde durch Liebe gelöscht werden. Das ist gut so, denn die inneren Feinde sind weit schlimmer als die äußeren.

Unter dieser Last leidet auch und gerade das körperliche Wohlbefinden. Viele Krankheiten sind die Ursache von innerer Feindschaft, von Ängsten und Sorgen. Psychische Ängste können beim Gläubigen ein Zeichen für Gottesferne sein. Wo die Kraft des Allmächtigen in uns wirkt, haben Feindschaft und Furcht keine Chance.

Jesus vergleicht dies mit einem Hausbau und dessen Fundament und sagt:

Matthäus 7.24-27 – Jeder nun, der irgend diese meine Worte hört und sie tut, den werde ich einem klugen Manne vergleichen, der sein Haus auf den Felsen baute; und der Platzregen fiel hernieder, und die Ströme kamen, und die Winde wehten und stürmten wider jenes Haus; und es fiel nicht, denn es war auf den Felsen gegründet. Und jeder, der diese meine Worte hört und sie nicht tut, der wird einem törichten Manne verglichen werden, der sein Haus auf den Sand baute; und der Platzregen fiel hernieder, und die Ströme kamen, und die Winde wehten und stießen an jenes Haus; und es fiel, und sein Fall war groß.

Jesus selbst ist der Fels. Wer auf diese göttliche Kraft baut ist ein Überwinder. Auch die widrigen Einflüsse aller seiner Feinde haben keine Macht über den, der auf den Christus gebaut hat. Ohne Fels verliert alles an Wert, auch der materielle Besitz. Alles wird fragwürdig und unsicher.

Dies alles spielt sich ja im Inneren des Menschen ab. Deshalb spricht das Wort von einem äußeren und einem

inneren Menschen. Der innere ist der neue, der in der Gotteskraft unbesiegbar ist. Der äußere Mensch kann verfallen, aber der innere wird jeden Tag erneuert.

2.Korinther 4.16 – Deshalb ermatten wir nicht, sondern wenn auch unser äußerer Mensch verfällt, so wird doch der innere Tag für Tag erneuert. (wörtl. hinauf neu gemacht)

Auch wenn du dich schwach fühlst, sei gewiss, dass Gottes Kraft in den Schwachen mächtig ist.

2.Korinther 12.9 – Und er hat zu mir gesagt: Meine Gnade genügt dir, denn meine Kraft wird in Schwachheit vollbracht. Daher will ich am allerliebsten mich vielmehr meiner Schwachheiten rühmen, auf dass die Kraft des Christus in mir wohne.

Das wilde Meer wird vom Sand am Ufer aufgehalten, von lauter winzigen Staubkörnern. Deshalb braucht niemand an den Mächten dieser Welt verzagen. Sie sind wie das Meer und können die kleinen Sandkörner nicht überwinden, weil Gottes Ge-setz es so will.

Allerdings müssen die Gedanken geordnet werden. Alleinige Grundlage des Denkens ist das Wort. Selbst der Geist nimmt nichts Eigenes, sondern nur von dem Wort. Dieses Wort hat Macht, da es ein Gottes-Wort ist und damit kein toter Buchstabe, sondern lebend und kraftvoll in uns wirkend.

Dann sind wir Haupt im Leben und nicht Schwanz . Dann leiten uns die Gedanken des Hauptes, von dem es heißt, dass er Haupt jeden Mannes ist . Denn der Weise hat seine Augen in seinem Haupt – wer den Christus als Haupt hat, hat seine Augen in dem Christus. Wer seine Augen nicht in

diesem Haupt hat, ist demnach kopflos. Welch ein ernüchternder Gedanke.

Auch wenn deine Augen etwas ganz anderes sehen, lass nicht zu, dass auch die Gedanken diesen Zustand akzeptieren. Denke dich von dem Üblen frei, indem du an die Augen deines Hauptes denkst. Mit diesen Augen sieht man schon den Ausgang einer Sache noch ehe sie zu Ende ist.

Zweifeln heißt, Gottes Allmacht in Frage stellen. Wo die Gewissheit für SEIN Handeln da ist, und du dafür dankst, obwohl du es mit deinen Augen noch nicht siehst, kannst du sicher sein, dass seine Hilfe schon längst unterwegs ist.

Mose u. Israel sind hier das typische Beispiel. Die Befreiung des Volkes aus Ägypten war schon in allen Einzelheiten geplant, aber keiner der Akteure hatte konkrete Angaben. Mose allein hatte ein unerschütterliches Vertrauen in den Plan Gottes, den er nicht kannte. Er hat immer wieder versucht, die Allmacht Gottes und sein bestimmtes, planvolles Handeln dem Volk zu vermitteln, aber ohne Erfolg.

Nach seinem Gesetz des Glaubens hätte Gott sie damals nicht retten dürfen. Er hat es jedoch trotz ihres Unglaubens getan. Wieviel mehr wird deshalb dem, der da glaubt, alles zum Guten zusammenwirken!

Ja, dir geschehe nach deinem Glauben!

* * * * * * *

Die Stille

Um das Gute zu erleben, das Gott bereithält, ist noch etwas von entscheidender Bedeutung: Die Stille!

Deshalb: Seid stille und erkennt, dass Gott wirkt!

Psalm 4.4 – „Denket nach in eurem Herzen auf eurem Lager, und seid stille!“

Wenn du nicht einschlafen kannst, bete die nachstehenden fundamentalen Worte, die Gott dem Propheten Sacharja geschenkt hat. Es wirkt Wunder!

„Nicht durch Macht und nicht durch Kraft sondern durch meinen Geist, spricht Jahweh.“

Stille ist das tiefe Geheimnis aller schöpferischen Kraft. Gott wirkt in der Stille. Hiob spricht vom „Säuseln der Stimme Gottes“.

Stille ist eine reiche Quelle wunderbarer göttlicher Ergebnisse, viel mehr als jede menschliche Aktivität jemals vermag. Überanstrengung oder „heilige Hektik“ ist gewöhnlich ein Mangel an Glauben, denn nur in der Ruhe empfangen wir die Antworten auf unsere Gebete.

Psalm 62.5 – Nur auf Gott vertraue still meine Seele! Denn von ihm kommt meine Erwartung.

Auch der junge Samuel erfuhr sehr früh, dass Gott in der Stille redet. Später hat er sich immer wieder an diesen Grundsatz erinnert.

1.Samuel 9.27 – Während sie an das Ende der Stadt hinuntergingen, sprach Samuel zu Saul: Sage dem Knaben, daß er uns vorausgehe (und er ging voraus); du aber stehe jetzt still, daß ich dich das Wort Gottes hören lasse.

Auch bei der Befreiung Israels vom ägyptischen Heer war die Stille das entscheidende Moment.

2.Mose 14.13 – Und Mose sprach zu dem Volke: Fürchtet euch nicht! Stehet und sehet die Rettung Jahwehs, die er euch heute schaffen wird; denn die Ägypter, die ihr heute sehet, die werdet ihr hinfort nicht mehr sehen ewiglich. Jahweh wird für euch streiten, und ihr werdet stille sein.

Lassen wir uns vom Geist des Allmächtigen verständig machen, SEIN Wirken in der Stille erleben.

Hiob 32.8 – Jedoch der Geist ist es in den Menschen, und der Odem des Allmächtigen, der sie verständig macht.

Das wird uns Flügel verleihen wie die eines „Geiers“, der sich in die Lüfte erhebt

Jesaja 40.31 – aber die auf Jahweh harren, gewinnen neue Kraft: sie heben die Schwingen empor wie die Geier; sie laufen und ermatten nicht, sie gehen und ermüden nicht.

Ebenso wird ein großzügiges Auge gesegnet. D.h. Die Vorstellung des Gewünschten setzt Kräfte in Bewegung.

Sprüche 22.9 – Wer gütigen Auges ist, der wird gesegnet werden; denn er gibt von seinem Brote dem Armen.

Jesus nannte dies – „glauben, dass es empfangen ist“.

Markus 11.24 – „Darum sage ich euch: Alles, um was irgend ihr betet und bittet, glaubet, dass ihr es empfangen habt, und es wird euch werden.“

Johannes 15.16 – Ihr habt nicht mich auserwählt, sondern ich habe euch auserwählt und euch gesetzt, auf dass ihr hingehet und Frucht bringet, und eure Frucht bleibe, auf dass, was irgend ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, er euch gebe.

Einzige Bedingung für diesen Empfang ist unser Vertrauen in den ausführenden Gott und die Ruhe des stillen Erwartens.

Jesaja 30.15 – Denn so spricht der Herr, Jahweh, der Heilige Israels: Durch Umkehr und durch Ruhe würdet ihr gerettet werden; in Stillsein und in Vertrauen würde eure Stärke sein.

Es ist nicht immer leicht, still zu sein. Jedoch zu unserer Beruhigung gibt es genügend Beispiele, die zeigen, dass jeder dazu befähigt werden kann. Die Treuen der alten Zeit waren ja auch nur Menschen wie du und ich. Das beeindruckendste aller Vorbilder ist Mose.

Er hat auf schmerzvolle Weise das göttliche Prinzip der Stille gelernt und es zur Perfektion bringen dürfen. Dazu wurde er auf zweierlei Weise zubereitet. Zuerst war er fast vierzig Jahre am Hofe des Pharaoh als Prinz. Er lernte, mit Reichtum und Macht umzugehen. Im Alter von vierzig Jahren war er so selbstbewusst, dass er sein Volk mit Gewalt aus Ägypten befreien wollte. Mose war aber in den Augen Gottes für diesen Auftrag noch nicht bereit. Durch einen, menschlich gesprochen, unglücklichen Umstand musste er fliehen und weitere vierzig Jahre warten, aber diesmal in der Wildnis, nicht als Prinz, sondern als Bettler. In der Stille Midians lernte er nun das, was Gott noch als erforderliche Voraussetzung ansah, um sein Volk zu befreien. Mose wurde Schafhirte, etwas, was Ägypter verabscheuten.

Jemand hat es einmal als Studium der „Schafelogie“ bezeichnet. In den Jahren seines Aufenthaltes bei den Midianitern wurde Mose zubereitet. Diese Zubereitung war oft schmerzhaft. Vergleichbar mit einem Felsbrocken, der mit Hammer und Meißel behauen wird, bis er Gestalt gewinnt.

So wurde aus jenem Prinzen Ägyptens, der in eigener Kraft Göttliches vollbringen wollte, der sanftmütigste Mensch der Erde. Das Ego des Mose war von Gott zerbrochen worden. Jetzt war er unfähig, selbst die Befreiung Israels durchzuführen. Er brauchte die Macht und Kraft seines Gottes.

Hier sehen wir ein weiteres Prinzip Gottes. Er will, dass wir in seiner Kraft leben nicht in unserer. So hat Mose in der Stille der Kraft Gottes eine ganze Weltmacht bezwungen und Israel befreit.

Auch der Apostel Paulus wurde nach seiner „Bekehrung“ in die arabische Wildnis geschickt, um in der Stille zu lernen. Erst nach 14 Jahren hat er den anderen Aposteln von seinem Auftrag und seinen Erlebnissen erzählt. Gott hatte ihn für den Dienst an den Nationen zubereitet. So wurde aus einem gebildeten, selbstbewussten Pharisäer ein demütiger Diener am Evangelium Christi.

* * * * * * *

Der Blick nach „oben“.

Mensch heißt eigentlich „der nach oben blickt“ (gr. antropos) Wie wenig wird nach oben geblickt, hin zu der Quelle aller Kraft und allem Vermögen, ohne die wir nicht einen Hauch machen könnten.

Der Blick nach oben vertreibt die Furcht. Jesus war auch in diesem Punkt beispielgebend.

Johannes 11.41 – Sie nahmen nun den Stein weg. Jesus aber hob die Augen empor und sprach: Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast. Ich aber wusste, dass du mich allezeit erhörst; doch um der Volksmenge willen, die umhersteht, habe ich es gesagt, auf dass sie glauben, dass du mich gesandt hast.

Jesus hat es uns vorgemacht. Voller Vertrauen nach oben blicken – das ist die rechte Grundhaltung für alle Lebensbereiche. Dann kannst du alles vom Vater in Christo Jesu erwarten. Welcher menschliche Vater kann seine treu nach oben blickenden Kinder enttäuschen? Wie viel mehr gibt der alles in allen Wirkende, der Treue, der die Liebe in Person ist.

Das Gegenteil beschreibt Hiob:

Hiob 3.25 – Denn ich fürchtete einen Schrecken, und er traf mich, und vor dem mir bangte, das kam über mich.

Du hast also die Wahl! Blicke nach oben und deine Probleme werden gelöst oder blicke auf dich (nach unten) und es wird neue, schwer lösbare Probleme geben.

Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass dies nicht immer einfach ist. Wieder und wieder musste ich mir in solchen Situationen sagen: „Der Herr macht das, lass mich ruhig sein, damit du wirken kannst“. Nachdem ich dies viele Male wiederholt hatte, stellte sich die göttliche Ruhe ein und ich konnte wieder meiner Arbeit nachgehen, ohne ständig unkonzentriert zu sein.

Wenn du die Dinge, die dich belasten, immer wieder heraufholst, wird sich keine Ruhe einstellen. Es ist auch ein gewisses Misstrauen gegen Gott, der ja gemäß seinen Gesetzen festgelegt hat, wie uns geholfen wird. Wir brauchen nur noch diese Hilfe anzunehmen und davon Gebrauch machen. Der Rest ist SEINE Sache!

Dann geschieht dir nach deinem Glauben!

* * * * * * *

Der Gott des Trostes

Gott tröstet (wörtl. ruft beiseite oder spricht zu) durch den Geist und das lebende Wort, den Christus.

2.Korinther 1.3 – Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Erbarmungen und Gott allen Trostes.

Sprich mit Jesus, denn er ist der Weg zu dem Gott allen Trostes. Dann wirst du frei werden von allen Bindungen anderer Geister.

Johannes 8.36 – Wenn nun der Sohn euch frei machen wird, so werdet ihr wirklich frei sein.

Es gibt im Alten Bund eine wunderbare Begebenheit, die nicht nur eine Prophetie auf den Christus ist, sondern uns auch für das tägliche Leben eine herrliche Lektion lehrt. Hier zunächst der Bericht aus der Zeit der Wüstenwanderung des Volkes Israel.

4.Mose 21.4-9 – Und sie brachen auf vom Berge Hor, des Weges zum Schilfmeer, um das Land Edom zu umgehen. Und die Seele des Volkes wurde ungeduldig auf dem Wege; und das Volk redete wider Gott und wider Mose: Warum habt ihr uns aus Ägypten heraufgeführt, dass wir in der Wüste sterben? Denn da ist kein Brot und kein Wasser, und unsere Seele ekelt vor dieser elenden Speise. Da sandte Jahweh feurige Schlangen unter das Volk, und sie bissen das Volk; und es starb viel Volks aus Israel. Da kam das Volk zu Mose, und sie sprachen: Wir haben gesündigt, dass wir wider Jahweh und wider dich geredet haben; flehe zu Jahweh, dass er die Schlangen von uns wegnehme. Und Mose flehte für das Volk. Und Jahweh sprach zu Mose: Mache dir eine feurige Schlange und tue sie auf eine Stange; und es wird geschehen, jeder, der gebissen ist und sie ansieht, der wird am Leben bleiben. Und Mose machte eine Schlange aus Kupfer und tat sie auf die Stange; und es geschah, wenn eine Schlange jemand gebissen hatte, und er schaute auf zu der ku

Wohin sollte der Blick gerichtet sein? Nach oben, hin zu der Schlange, das bringt die Befreiung. Die Schlange ist ein Bild auf den Christus. Wie diese Schlange so wurde auch der Herr am Pfahl auf Golgatha erhöht. Dort hat er alle Schuld aller Zeiten auf sich genommen. Nun darf jeder, der seine Schuld los sein will, auf diesen erhöhten Herrn blicken. Also nach oben!

Ja, ganz richtig, nicht auf sich selbst schauen, sondern nach oben! Nicht auf deine Fehler, Sorgen, Verfehlungen, Mühsale und Schwachheiten sehen sondern auf den, der auf Golgatha am Pfahl für alles bezahlt hat. Dort ist die wahre Freiheit. An diesem Fluchholz ist der Ort auch deiner Ruhe. Hier darf jeder, der da glaubt, zur Ruhe kommen. Es wird ihm nach seinem Glauben geschehen.

Wenn wir auf Jesus sehen, ist dies wie ein Magnet. Wir ziehen göttliche Kräfte an und werden ruhig in IHM. Versuche es, sammle Erfahrungen und lehne es nicht ab, ohne die Wirkung selbst erfahren zu haben.

Diese Gotteskraft nimmt auch Einfluss auf andere. Das bereits behandelte Beispiel von David und Goliath macht es ja deutlich. David strotzt nur so vor Gottvertrauen. Das war kein Macho-Gehabe. David war Hirte und recht unbeachtet in seiner Familie. Hier handelt es sich um wahrhaften Glauben in die Kraft seines Gottes. Lies, was er sagte:

1.Samuel 17.26 – Da sprach David zu den Männern, die bei ihm standen, und sagte: Was soll dem Manne geschehen, der diesen Philister da erschlägt und den Hohn von Israel abwendet? Denn wer ist dieser Philister, dieser Unbeschnittene, dass er die Schlachtreihen des lebendigen Gottes verhöhnt?

David hatte zudem schon reichlich Erfahrung mit seinem Gott gesammelt. Er wurde schon öfter bewahrt und hat in der Gotteskraft Großes vollbringen dürfen. Daraus resultierte sein Vertrauen, sich immer wieder neu auf ihn zu verlassen.

1.Samuel 17.37 – Und David sprach: Jahweh, der mich aus den Klauen des Löwen und aus den Klauen des Bären errettet hat, er wird mich aus der Hand dieses Philisters erretten….

Wenn Gott mit uns ist, wer will dann gegen uns sein? Goliath vertraute auf seine physische Kraft. David hingegen auf die göttliche, allmächtige, jederzeit zur Verfügung stehende Kraft von oben.

Wenn du auf deine Schwachheit siehst, wirst du nicht siegen. Denn es steht nicht geschrieben, wachet und brütet über euren Sorgen, sondern wachet und betet!

Matthäus 26.41 – Wachet und betet, auf daß ihr nicht in Versuchung kommet.

Ja, im hilflosen Sorgen-Schlaf liegt aller Unglaube und die ganze menschliche Ohnmacht. Reiße dich davon los und rufe wachend die Quelle aller Kraft an, und du wirst Großartiges erleben:

Die Telefon-Nummer Gottes ist Psalm 50.15:

„Rufe mich an am Tage der Bedrängnis: ich will dich erretten, und du wirst mich verherrlichen!“

Auch die schlaflose Nacht ist eine wunderbare Zeit zum Beten. Horche auf Gott – was will er dir sagen? Er antwortet ja in der Stille, nicht im Lärm. Eine ruhige Nacht ist deshalb besonders geeignet für das Hören auf den Allmächtigen.

Psalm 4.4 – … Denket nach in eurem Herzen auf eurem Lager, und seid stille!
Psalm 121:4 – Siehe, der Hüter Israels, nicht schlummert noch schläft er.

ER will auch dein Hüter sein, wenn du ihm rückhaltlos vertraust. So kannst du zu jeder Tages oder Nachtzeit zu ihm kommen. Im Übrigen – Nachtgebete stehlen auch keine Schlafzeit. Du wirst feststellen, dass du dich am anderen Morgen sogar besser fühlst als am Tag zuvor. Jetzt hast du neue Gotteskraft getankt. ER hat dir durch den Zufluss seines Geistes von seiner dynamischen Vermögensmacht soviel gegeben, wie du brauchst, um dich gestärkt zu fühlen und dein neues Tagewerk zu vollbringen.
Das Gebet ist der Motor des Glaubenden!

So geschieht dir nach deinem Glauben!

* * * * * * *

Besiege das Böse in dem Guten

Besiege das Böse in dem Guten. Das klingt, menschlich gesprochen, unlogisch. Dies ist es auch, denn es ist von anderer Dimension; nicht menschlich-logisch, sondern göttlich-logisch!

Römer 12.17,21 – Vergeltet niemand Böses mit Bösem; seid vorsorglich für das, was ehrbar ist vor allen Menschen. Lass dich nicht von dem Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse in dem Guten.

Alles, was dem Glaubenden in den Weg gestellt wird, dient seiner Zubereitung. Das ist ein Grundsatz und deshalb von höchster Bedeutung. Es ist daher unsere von Gott gegebene Aufgabe, aus alldem zu lernen.

So, wie die Finsternis weicht, wenn du Licht anschaltest, genauso wird das Böse vom Guten überwunden. Jeder, der es schon getan hat, weiß, dass es funktioniert, weil es ein göttliches Gesetz ist.

Besonders im Geben kann man das Gute benutzen, um das Üble zu besiegen. Wer gibt, gibt nur weiter, was er von oben empfangen hat. Es ist also nichts da, was uns wirklich gehört, denn alles gehört dem, der es bereitet hat.

Alle Menschen empfangen, aber der „Ich-Mensch“ gibt es nicht weiter. Deshalb kann er Böses nicht besiegen und ist es (das Böse) im Grunde seines Herzens selbst. Er beantwortet das gute Empfangene mit Bösem, indem er Gutes zurückhält.

Ganz anders war und ist der alles gebende Vater-Gott. Er hat das Beste gegeben, den Sohn. Damit aber hat er alles aus der Hand des Bösen losgekauft. Das war der größte Sieg über alles Böse.

Diesen Sieg im Kleinen nachzuvollziehen, ist die an uns gestellte Aufgabe. Du wirst staunen, was es bewirkt. Der Böse hingegen ist fassungslos, wenn sich das Gute völlig hergibt. Er versteht solches Geben nicht. Denn beim Bösen zählt nur der Gewinn. Er fordert immer eine Gegenleistung. Er ist immer negativ berechnend.

Das göttlich Gute gibt hingegen selbstlos ohne Erwartung ei-ner sofortigen materiellen Gegenleistung. Seine Gegenleistung ist von höherer Art, von dauerhafterem Wert. Es ist der Sieg über das Böse. Selbst der berechnendste Mensch kann sich dieser Macht auf Dauer nicht entziehen. Früher oder später wird er vor dem göttlichen Geben kapitulieren.

Das Üble rafft alles zusammen und behält es, aber alles Göttliche will sich gebend ausbreiten. Glaube an das Prinzip des Gebens und praktiziere es.

Dann wird dir nach deinem Glauben geschehen.

* * * * * * *

In Christus

Die größte dynamische Kraft liegt in unserem Inneren, und gleichzeitig sind wir von ihr schützend umgeben.

Wie geht das?

Die zwei nachfolgenden Bibeltexte drücken das deutlich aus. Am Ende seines irdischen Dienstes betet Jesus für seine Jünger zu seinem Vater:

Johannes 17.22,23 – Und die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, auf dass sie eins seien, gleichwie wir eins sind; ich in ihnen und du in mir, auf dass sie hinein in eines vollendet seien, und auf dass die Welt erkenne, dass du mich gesandt und sie geliebt hast, gleichwie du mich geliebt hast.

Der Apostel Paulus schildert die Stellung all derer, die dem Christus als Leibesglieder gehören wie folgt:

Kolosser 3.3 – Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit dem Christus in Gott.

Daraus ergibt sich folgende Stellung für Glieder des Leibes Christi:

1. Christus in uns und in dem Christus der Vater
= der Vater ist die Mitte, der Kern in uns.

2. Wir zusammen mit dem Christus in Gott verborgen
= der Vater ist die äußerste Hülle

Als praktische Veranschaulichung verwende ich gerne die russischen Puppen, genannt Matrjoschka, die ineinander passen. Angenommen, es sind fünf. In unserem Beispiel wäre dann die äußerste und damit größte der Vater, die zweite der Christus, die dritte, mittlere sind wir, dann kommt in uns die erste, der Christus, und in dieser der Vater als innerste „Puppe“.

So lebt der Gläubige Christ als Leibesglied des Christus nicht sein eigenes Leben, sondern er lebt das seines Herrn. Damit aber ist auch gewährleistet, dass nichts, aber auch gar nichts an uns heran kann, was nicht vorher „durch“ den Vater und den Sohn gegangen ist. Alles, was uns nun begegnet, ist daher von „oben“ genehmigt.

Galater 2.20 – Ich bin mit Christo angepfahlt, und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir; was ich aber jetzt lebe im Fleische, lebe ich im Glauben, ja in dem des Sohnes Gottes, der mich liebt und sich selbst für mich hingegeben hat.

Römer 6.6 – Indem wir dieses wissen, dass unser alter Mensch mitangepfahlt worden ist, auf dass der Leib der Sünde abgetan sei, dass wir der Sünde nicht mehr dienen.

Grundlage dafür war, dass in dem Opfer des Sohnes, Gott das ganze All mit sich versöhnt hat. Er legte die Rechtsgrundlage für die Gnade.

Was ist Versöhnung?

Nur der Apostel Paulus verwendet dieses Wort 12-mal in seinen Briefen. Es lautet in Griechisch KAT-ALLASSOo; setzt sich also aus ALLASSOo mit vorangestelltem KATA zusammen.

Übersetzung von ALLASSOo = ändern, verändern.
Übersetzung von KATA = herab, gemäß, in jeder Beziehung.

Die wörtliche Wiedergabe des griechischen Wortes KAT-ALLASSOo lautet deshalb: „Von oben herab in jeder Beziehung ändern“. Versöhnung ist daher eine irreführende Übersetzung des griechischen Wortes KAT-ALLASSOo. Sicher ist in der Veränderung, die geschah, auch die Versöhnung enthalten, aber die Veränderung ist weit umfassender.

Wann und wo wurde denn alles geändert?

Christus hat von Gott die Macht über alles erhalten. Alles besteht durch IHN und zu IHM hin. Deshalb hat Gott auch alles von oben her in dem Christus geändert.

Kolosser 1.15-20 – …welcher das Bild des unsichtbaren Gottes ist, der Erstgeborene aller Schöpfung. Denn durch ihn sind alle Dinge (das All) geschaffen worden, die in den Himmeln und die auf der Erde, die sichtbaren und die unsichtbaren, es seien Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten: alle Dinge (das All) sind durch ihn und für ihn geschaffen. Und er ist vor allen, und alle Dinge (das All) bestehen zusammen durch ihn. Und er ist das Haupt des Leibes, der Versammlung, welcher der Anfang ist, der Erstgeborene aus den Toten, auf daß er in allem den Vorrang habe; denn es war das Wohlgefallen der ganzen Fülle, in ihm zu wohnen und durch ihn alle Dinge (das All) zu ändern (versöhnen) hinein in IHN indem er Frieden gemacht hat durch das Blut seines Pfahles, durch ihn, es seien die Dinge auf der Erde oder die Dinge in den Himmeln.

Diese Änderung geschah auf Golgatha. Alle sind hineingenommen – wie auch alle in die Verfehlung durch Adam hineingenommen waren. An beiden Zuständen kann niemand etwas verändern, rückgängig machen oder hinzufügen.

Römer 5.18 – …also nun, wie es durch eine Übertretung gegen alle Menschen zur Verurteilung gereichte, so auch durch eine Gerechtigkeit gegen alle Menschen zur Rechtfertigung des Lebens.

Welches Ziel hat diese Änderung?

In dieser allumfassenden Änderung durch Christus auf Golgatha, hat Gott die Rechtsgrundlage geschaffen, um wieder alles in Ordnung zu bringen.

1.Korinther 15.22 – Denn gleichwie in dem Adam alle sterben, also werden auch in dem Christus alle lebendig gemacht werden.

Diese Zielerreichung Gottes wird nach einer bestimmten Ordnung ablaufen. Es gibt Erstlinge und solche, die später zum Ziel kommen werden. Für viele wird es durch tiefe Gerichte gehen. Deshalb sei glücklich, wenn Gott Dir heute schon Glauben an sein wunderbares Ziel schenkt.

Was ist der Auftrag von Christen, die das erkannt haben? Die Bibel, das lebende Wort Gottes, nennt uns einen klaren Auftrag:

2.Korinther 5.20 – So sind wir nun Gesandte für Christum, als ob Gott durch uns ermahnte; wir bitten an Christi Statt: seid herabgeändert (versöhnt) dem Gott!

Dieses hier genannte Geschehen steht im griechischen Bibeltext im Passiv. Wir sollen also den Menschen sagen, dass in Christus alles geändert wurde und sich jeder in Bezug auf Gott als geändert sehen und verhalten sollte. Die Änderung ist ja ohne unser Zutun geschehen. Zu deren Zeitpunkt waren wir sogar Feinde Gottes, wie es die meisten Menschen heute noch sind. (Kol. 1.21)

Römer 5.10 – Denn wenn wir, da wir Feinde waren, dem Gott herabgeändert (versöhnt) wurden durch den Tod seines Sohnes, viel mehr werden wir, da wir herabgeändert (versöhnt) sind, durch sein Leben gerettet werden.

Diese Änderung ist noch keine Rettung! Sie ist jedoch die Voraussetzung zur Rettung. Ohne diese Änderung könnte niemand gerettet werden – aber wegen ihr können alle das göttliche Ziel früher oder später erlangen.

Auch in diesem Punkt geschehe dir nach deinem Glauben!

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