Die Natur der persönlichen Realität

Remember the good ones – ich habe vor Jahren das “Seth Material” gelesen, aber jetzt begreife ich erst einige Dinge wirklich in ihrer Tiefe. Die Aussagen der Bücher sind heute eigentlich aktueller denn je. Dieser Beitrag ist ein Auszug aus – “die Natur der persönlichen Realität” von Jane Roberts.

Die Erfahrung ist ein Produkt des Geistes, bewusster Gedanken und Gefühle und unbewusster Gedanken und Gefühle. Zusammen ergeben sie die euch bekannte Realität. Ihr seid daher kaum einer Realität ausgeliefert, die außerhalb eurer selbst existiert oder euch aufgezwungen wird. Ihr seid mit den physischen Ereignissen, die eure Lebenserfahrung ausmachen, so eng verquickt, daß ihr oft zwischen dem scheinbar bloß materiellen Geschehen und den Gedanken, Wünschen und Erwartungen, die es hervorbrachten, nicht unterscheiden könnt.

imageWenn die geheimsten Inhalte eures Denkens und Fühlens negativer Art sind und wenn euch diese wie Gitterstäbe von einem erfüllteren Leben trennen, so blickt ihr oft genug durch die Gitterstäbe, ohne sie wahrzunehmen. Solange sie unerkannt sind, stellen sie Hindernisse dar. Selbst Hindernisse haben ihre Berechtigung. Sind es eure eigenen, dann liegt es bei euch, sie zu erkennen und die Umstände zu entlarven, die sie aufgebaut haben. Euer Verstand kann euch wichtige Anhaltspunkte für die Auffindung solcher Hindernisse geben. Doch müsst ihr wissen: Eure eigenen Gedanken sind euch nicht annähernd so vertraut, wie ihr meint. Sie können euch wie Wasser durch die Finger rinnen und lebenswichtige Nährstoffe abtransportieren, die über eure Seelenlandschaft wegfließen.

Und gar zu oft führen sie Schlamm und Schmutz mit sich, die euch eure Erfahrungs- und Kreativitätskanäle verstopfen. Eine Überprüfung eurer bewussten Gedanken wird euch manche Aufschlüsse über eure geistige Verfassung, eure Absichten und Erwartungen geben. Häufig wird sie euch mit euren Aufgaben und Problemen direkt konfrontieren. Eure Gedanken, unter die Lupe genommen, zeigen euch, wohin ihr geht. Sie weisen eindeutig auf die Natur physischer Ereignisse hin. Alles Physische hat zuerst als Gedanke und Gefühl existiert. Von dieser Regel gibt es keine Ausnahme.

Ihr seid nicht umsonst mit einem Bewusstsein ausgestattet. Ihr braucht euch nicht als Opfer eurer unbewussten Triebe vorzukommen, es sei denn, ihr würdet euch diesen bewusst unterwerfen. Eure gegenwärtigen Gefühle und Erwartungen können jederzeit eurem Fortschritt im Wege sein. Missfallen euch die Erfahrungen, die ihr macht, so müsst ihr die Natur eurer bewussten Gedanken und Erwartungen verändern. Ihr müsst die Botschaften modifizieren, die ihr eurem Körper, euren Freunden und Partnern gedanklich übermittelt. Jeder Gedanke hat – in eurem Sinne – Folgen. Dieselbe Art eines  Gedankens wird, zur Gewohnheit geworden, eine mehr oder minder permanente Wirkung hervorbringen. Gefällt euch die Wirkung, überprüft ihr den Gedanken nur selten. Wenn ihr hingegen in physische Schwierigkeiten geratet, dann beginnt ihr zu fragen, wo der Fehler wohl liegt.

Manchmal sucht ihr die Schuld bei anderen, eurem persönlichen Background oder – falls ihr die Reinkarnation akzeptiert – bei einem früheren Leben. Ihr könnt Gott oder den Teufel verantwortlich machen oder euch einfach sagen: »So ist das Leben!« und die negative Erfahrung als notwendigen Teil eures Schicksals hinnehmen. Schließlich könnt ihr noch ein halbverdautes Verständnis für die Natur der Realität aufbringen und Jammern: »Ich glaube, daß ich selber all diese schlimmen Wirkungen hervorgebracht habe, aber ich fühle mich außerstande, sie wieder rückgängig zu machen.«

In dem Fall glaubt ihr immer noch nicht daran, daß ihr die Schöpfung eurer eigenen Erfahrungen seid, was immer ihr auch bis heute dachtet. Ist diese Tatsache erst einmal erkannt, so könnt ihr unverzüglich mit der Reform jener Lebensumstände beginnen, die euch in Schrecken oder Unzufriedenheit stürzen. Niemand zwingt euch, auf bestimmte Weise zu denken. Die Vergangenheit mag euch gelehrt haben, die Dinge in pessimistischem Lichte zu sehen. Ihr mögt davon überzeugt sein, daß Pessimismus realistischer ist als Optimismus. Ihr könntet sogar die Ansicht von vielen teilen, daß Schmerz adelt und ein Kennzeichen für jede Geistigkeit und Besonderheit und im übrigen für Dichter und Heilige die unvermeidliche Geisteshaltung ist. Nichts ist aber von der Wahrheit weiter entfernt.

Jede Bewusstseinsform spürt fortwährend in ihrer Tiefe ein Drängen danach, ihr Potential voll auszuschöpfen, ihr Fassungsvermögen zu erweitern und sich mit Freude über die scheinbaren Erfahrungsschranken hinwegzusetzen. Selbst in den winzigsten Molekülen protestiert das Bewusstsein laut gegen jede Form der Beschränkung. Es verlangt nach neuer Gestalt und Erfahrung. Sogar die Atome sind ständig bestrebt, sich in neuen Strukturen und Sinneinheiten zusammenzufügen. Sie tun das ganz »instinktiv«. Der Mensch hat ein Bewusstsein bekommen und entwickelt, durch das er Wesen, Form und Gestalt seiner Schöpfungen zu bestimmen vermag. Alle zutiefst unbewussten Wünsche und Motivationen, alle unausgesprochenen Triebe steigen ins Bewusstsein empor und werden dort angenommen oder verworfen.

Nur wenn das Bewusstsein auf dieses Recht verzichtet, kann es unter die Herrschaft »negativer« Erfahrungen geraten. Nur wenn es sich vor der Verantwortung drückt, fühlt es sich Ereignissen ausgeliefert, über die es s c h e i n b a r keine Kontrolle mehr hat.

imageNun: Bücher, die sich ausschließlich mit positivem Denken befassen, sind manchmal nutzbringend. lassen aber meist den Gewohnheitscharakter negativer Gefühle, Aggressionen oder Verdrängungen außer acht. Oft werden diese einfach unter den Teppich gekehrt. Die Autoren empfehlen euch, positiv, mitfühlend, stark, optimistisch, fröhlich und enthusiastisch zu sein, ohne euch jedoch zu verraten, wie ihr euch aus der Notlage, in der ihr vielleicht gerade seid, befreien könnt, und ohne Verständnis dafür zu zeigen, daß ihr euch wie in einem Teufelskreis fühlt. Solche Bücher liefern keine Erklärung dafür, wie Gedanken und Gefühle Realität erzeugen.

Sie lassen die multidimensionalen Aspekte des Selbst außer Betracht und übersehen die Tatsache, daß jedes Individuum, obschon es bestimmten allgemeinen Gesetzen gehorcht, letzten Endes doch s e i e n e i g e n e n Weg finden und beschreiten muss, um diese Gesetze seiner Persönlichkeit a n z u p a s s e n . Lässt euer Gesundheitszustand zu wünschen übrig, so kann man Abhilfe schaffen. Sind eure zwischenmenschlichen Beziehungen unbefriedigend, lassen sich diese verbessern. Lebt ihr in Armut, kann euch statt dessen Reichtum umgeben. Bewusst oder unbewusst habt ihr euren gegenwärtigen Kurs mit Entschiedenheit und unter Einsatz vieler Hilfsmittel verfolgt, und zwar aus Gründen, die euch früher einmal sinnvoll erschienen. Ihr sagt jetzt vielleicht:

»Ein schlechter Gesundheitszustand scheint mir persönlich sinnlos zu sein«, oder »Eine kaputte Beziehung zu meiner Lebensgefährtin ist wohl kaum, was ich angestrebt habe«, oder »Nach all meiner harten Arbeit war ich bestimmt nicht auf Armut aus.« Kamt ihr arm oder krank auf die Welt, so muß es euch allerdings vorkommen, als wären diese Lebensumstände euch auferlegt worden. Und trotzdem ist dem nicht so, und sie lassen sich mehr oder weniger zum Besseren wenden. Dies bedeutet nicht etwa, daß Anstrengung und feste Entschlossenheit nicht erforderlich wären. Es bedeutet vielmehr, daß ihr nicht ohne Einfluss auf die Ereignisse seid und daß jeder von euch, unabhängig von Stellung, Rang, Lebensumständen oder körperlicher Verfassung, Herr über seine persönlichen Erfahrungen ist.

Ihr seht und fühlt, was ihr zu sehen und zu fühlen erwartet. Die Welt, die ihr kennt, ist ein Abbild eurer Erwartungen. Die Welt, wie die Menschheit sie kennt, ist die kollektive Materialisation individueller Erwartungen. So wie aus eurem Körpergewebe Kinder entstehen, so ist auch die Welt eure gemeinsame Schöpfung. Ich schreibe dieses Buch, um jedem von euch seine persönlichen Probleme lösen zu helfen. Ich hoffe, das zu tun, indem ich euch sage, wie ihr eure eigene Realität formt, und euch Mittel und Wege aufzeige, wie ihr sie zu eurem eigenen Vorteil umformen könnt. Die Existenz der sogenannten negativen Gedanken und Gefühle wird dabei nicht abgestritten, aber ihr habt ja auch die Fähigkeit, mit diesen fertig zu werden. Denn ihr habt sie durchaus in der Hand.

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Man kann sich ihrer sogar als Sprungbrett für schöpferische Arbeit bedienen. Ich werde niemals von euch verlangen, daß ihr sie verdrängt oder ignoriert. Ich werde euch vielmehr zu zeigen versuchen, wie ihr sie in eurem eigenen Erfahrungsbereich identifizieren könnt und zu erkennen vermögt, wann sie mit euch durchgehen, und wie man diejenigen in Schach halten kann, die sich s c h e i n b a r eurer Kontrolle entziehen. Die Methoden, die ich empfehle, setzen Konzentration und Anstrengung voraus. Sie fordern und bereichern euch auch, indem sie euren Bewusstseins Umfang auf sehr fruchtbare Weise erweitern und verändern.

Ich bin keine physische Persönlichkeit, aber ihr seid im Grunde auch keine. Bloß ist eure Erfahrungswelt momentan eine physische. Ihr seid Schöpfer, die ihre Erwartungen ins Physische umsetzen. Dabei dient euch die Welt als Bezugspunkt. Die äußere Erscheinungsform der Dingwelt ist nur ein Abbild innerer Wunschvorstellungen. Ihr könnt eure persönliche Umwelt verändern. Ihr tut es schon jetzt, ohne daß ihr es wisst. Es geht darum, diese Kräfte bewusst zum Einsatz zu bringen, eure Gedanken und Gefühle scharf unter die Lupe zu nehmen und nur solche zuzulassen, zu denen ihr grundsätzlich ja sagen könnt.

Sie verschmelzen dann zu jenen Ereignissen, mit denen ihr so innig vertraut seid. Ich hoffe, euch Methoden zu lehren, mit deren Hilfe ihr die Natur eurer eigenen Realität erfassen könnt, und euch Wege zu weisen, die euch erlauben, jene Realität beliebig zu ändern. Das Buch erklärt, wie die persönliche Realität aufgebaut wird, und legt großen Wert auf Methoden, die die negativen Aspekte individueller Erfahrung ändern. Ich hoffe, es wird den übertriebenen Optimismus mancher Selbsthilfebücher vermeiden und im Leser den leidenschaftlichen Wunsch wecken, die Natur der Realität zu ergründen, und sei es nur, damit er mit den eigenen Problemen besser fertig wird.

Die Methoden, die ich empfehle, sind überaus praktisch und leicht durchführbar und bleiben im Rahmen der Möglichkeiten, die jedem Menschen offenstehen, der sich ernsthaft um eine Lösung der der menschlichen Existenz immanenten Problematik bemüht. Ich weise darauf hin, daß jede Heilung aus der Annahme einer grundlegenden Tatsache erfolgt: Daß die Materie durch jene inneren Eigenschaften gestaltet wird, die ihr auch Leben verleihen, daß die Struktur sich der Erwartung anpasst, daß die Materie jederzeit durch eine Aktivierung der schöpferischen Anlagen, die in jeder Form von Bewusstsein schlummern, vollständig umgeformt werden kann.

Erster Teil:
Wo ihr und die Welt einander begegnen

Das lebendige Weltbild entsteht im Geiste. Die sich euch darbietende Welt ist wie ein dreidimensionales Gemälde, an das jeder einzelne mit Hand anlegt. Jeder Farbton, jede Linie, die auf dem Gemälde erscheint, hat sich zuvor in jemandes Geist abgezeichnet, und erst danach nimmt sie Gestalt in der Außenwelt an. In diesem Fall sind jedoch die Künstler selber ein Teil des Gemäldes und erscheinen dort abgebildet. Es gibt keine Wirkung in der Außenwelt, die nicht einer inneren Quelle entspränge. Es gibt keinen Handlungsimpuls, der nicht zuerst im Geist entstünde.

imageDiese große Schöpferkraft des Bewusstseins ist euer Erbteil. Sie ist jedoch kein ausschließliches Eigentum der Menschheit. Jedes Lebewesen verfügt über sie, und die lebendige Welt existiert auf der Grundlage einer spontanen Zusammenarbeit von Kleinstem und Größtem, Höchstem und Niedrigstem, zwischen Atomen und Molekülen und dem bewussten, logisch denkenden Geist. Jede Art von Insekten, Vögeln und anderen Tieren ist an diesem Unternehmen beteiligt, und gemeinsam bringen sie die natürliche Umwelt hervor. Das ist so normal und unvermeidlich wie die Tatsache, daß euer Atem auf einer Glasscheibe, die ihr anhaucht, einen Beschlag hinterlässt.

Die Gesamtheit des Bewusstseins erschafft die Welt, und zwar aus einem Gefühlston heraus. Sie ist das natürliche Resultat eures Bewusstseins. Gefühle und Emotionen verwirklichen sich auf ganz spezifische Weise. Gedanken wachsen aus einem schon vorbereiteten Boden hervor. Die Jahreszeiten entstehen unter dem Einfluss uralter Gefühlsmelodien, die in tiefen, beständigen Rhythmen ablaufen. Auch sie sind das Erzeugnis angeborener schöpferischer Fähigkeiten, die allem Leben eigen sind. Diese uralten Fähigkeiten sind der Psyche jeder Gattung tief eingegraben, und aus ihnen gehen die individuellen Muster, die spezifischen Baupläne für neue Differenzierungen hervor.

(21.29 Uhr. Mit Intensität:) Man könnte sagen, daß der Erdenkörper seine eigene Seele hat oder, wenn euch der Ausdruck besser gefällt, seinen eigenen Geist. Will man sich dieser Analogie bedienen, so gehen alle Täler und Flüsse und sämtliche Naturerscheinungen aus der Erdenseele hervor, wie auch alle Gegenstände und alle Ereignisse, die ihr erzeugt, dem Geist oder der Seele der Menschheit entspringen. Die Innenwelt jedes Mannes und jeder Frau ist mit der Innenwelt der Erde verbunden. Der Geist wird Fleisch. Ein Seelenanteil von jedem Individuum ist also auf ganz intime Weise mit dem verquickt, was wir als Welt- oder Erdenseele bezeichnen möchten.

Der kleinste Grashalm, die winzigste Blume ist sich dieser Verbindung bewusst und kennt, ohne zu fragen, ihren Ort, ihre Einmaligkeit und ihren Kraftquell. Die Atome und Moleküle, aus denen a l l e s zusammengesetzt ist, ob menschlicher Körper, Tisch, Stein oder Frosch, kennen die gewaltige passive Kraft des Schöpferischen, auf der ihr eigenes Dasein beruht und von der sie sich klar, gesondert und unangreifbar in ihrer Individualität tragen lassen. Ebenso steigt das menschliche Individuum in triumphaler Unverwechselbarkeit aus den uralten und doch ewig neuen Brunnen seiner eigenen Seele. Das Selbst strebt aus der Unwissenheit zum Wissen und überrascht sich ständig selber.

Indem ihr beispielsweise diese Sätze lest, ist euch ein Teil eures Wissens bewusst und steht euch unmittelbar zur Verfügung. Anderes ist wiederum unbewusst, doch selbst das unbewusste Wissen ist in eurer Unwissenheit noch ein Wissen. Ihr wisst immer, was ihr tut, selbst wenn ihr es nicht realisiert. Euer Auge weiß, daß es sieht, auch wenn es sich selber nicht sehen kann, außer mit Hilfe des Spiegels. Ebenso ist die Welt, die ihr seht, eine Spiegelung dessen, was ihr seid, eine Spiegelung nicht durch den Spiegel, sondern durch die dreidimensionale Realität. Ihr projiziert eure Gedanken, Gefühle und Erwartungen nach außen, dann nehmt ihr sie als äußere Wirklichkeit wahr. Wenn ihr euch von anderen beobachtet fühlt, dann beobachtet ihr euch vom Standpunkt eurer eigenen Projektionen aus selbst.

Nun: Ihr seid tatsächlich euer lebendes Abbild. Ihr projiziert, was ihr zu sein glaubt, nach außen als Fleisch. Eure Gefühle, eure bewussten und unbewussten Gedanken, sie alle verändern und prägen euer körperliches Erscheinungsbild. Das ist noch relativ leicht begreiflich für euch. Dagegen ist weniger leicht zu verstehen, daß eure Gefühle und Gedanken die Erfahrungen, die ihr mit der Außenwelt macht, auf die gleiche Weise gestalten oder daß das, was mit euch zu geschehen scheint, in Wahrheit in eurem geistigen und psychischen Innern durch euch selber ausgelöst wird. Euer Körper ist nicht von ungefähr dünn oder dick, lang oder kurz, gesund oder krank. Diese Eigenschaften sind geistiger Art und werden von euch auf euer äußeres Erscheinungsbild projiziert.

Es ist keine Witzelei, wenn ich sage: Ihr seid nicht von gestern. Eure Seele ist in der Tat nicht von gestern, sondern sie ist älter als die Annalen der Zeit im Sinne eurer Zeitvorstellung. Die euch angeborenen Charakteranlagen habt ihr aus triftigen Gründen. Das innere Selbst wählt sie aus. Weitgehend kann das innere Selbst viele von ihnen auch heute noch modifizieren. Ihr kamt nicht ohne eine Vorgeschichte zur Welt. Eure Individualität war in eurer Seele schon immer latent vorhanden, und die »Vorgeschichte«, die zu euch gehört, ist in eurem unbewussten Gedächtnis verzeichnet, das übrigens nicht nur in Geist und Seele wohnt, sondern, exakt dekodifiziert, auch in euren Genen und Chromosomen* und in dem Blut, das eure Adern durchpulst.

Eure Seele drückt sich durch euch in viel mehr Realitäten aus, als ihr bewusst, wach und aktiv ahnt. Jenes Bewusstsein eurer normalen Tagesstunden, das Ichbewusstsein, wächst wie eine Blume aus dem darunterliegenden Boden hervor, dem unbewussten Boden eurer eigenen Realität. Ohne daß ihr euch dessen bewusst seid, strebt dieses Ich von selbst aus ihm hervor und sinkt danach wieder ins Unbewusste zurück, aus dem dann erneut ein anderes Ich hervorsprießt wie junge Blüten aus der Frühlingserde.image

(22.27 Uhr. ) Ihr habt heute nicht mehr dasselbe Ich wie vor fünf Jahren, ohne daß ihr euch des Wechsels bewusst seid. Das Ich entsteht, mit anderen Worten, aus dem, was ihr seid. Es ist eine Teilfunktion eures Wesens und eures Bewusstseins; doch wie das Auge das Wechselspiel seiner Farben und seines Ausdrucks nicht wahrzunehmen vermag und das Stirb und Werde in sich nicht fühlt, während seine atomare Struktur sich verändert, so merkt ihr den dauernden Wandel des Ich auch nicht, sein Sterben und seine Wiedergeburt. Physisch behält die Zellstruktur ihre Identität bei, obwohl die Materie, aus der sie zusammengesetzt ist, sich fortwährend verändert. Die Zelle erneuert sich in Übereinstimmung mit ihrem eigenen Identitätsmuster und nimmt doch immer Anteil an jeder sich neu kanzellierenden Aktivität; sie reagiert lebendig selbst inmitten ihrer eigenen mannigfaltigen Tode.

So bilden sich psychologische Strukturen heraus, die man unterschiedlich benennt. Die Namen sind ohne Belang, nicht aber die hinter diesen stehenden Strukturen. Solche psychologischen Strukturen behalten auch ihre Identität bei, ihre Einmaligkeitsmuster, obwohl sie sich fortwährend wandeln, sterben und wiedergeboren werden. Das Auge wächst aus der physischen Struktur hervor. Das Ich wächst aus der Struktur der Psyche hervor. Es kann sich selber nicht sehen, genau wie das Auge dies nicht vermag. Beide blicken nach außen – das eine vom physischen Körper, das andere von der inneren Psyche weg auf die Umwelt.

Das schöpferische Körperbewusstsein e r s c h a f f t das Auge. Die schöpferische innere Psyche erschafft das Ich. Der Körper formt das Auge in der wunderbaren Weisheit seines großen unbewussten Wissens. Die Psyche bringt das Ich hervor, und dieses macht psychologische Wahrnehmungen möglich, wie das Auge physische. Auge und Ich sind Organe, die auf die Wahrnehmung der äußeren Realität geeicht sind.

(22.36 bis 22.45 Uhr.)
Vieles ist noch unerkannt. Eure Psychologen sind außerstande, in Begriffen der Seele zu denken, eure Religionslehrer unfähig oder nicht bereit, dieselbe auch nur in rudimentärster Form psychologisch zu betrachten. Es hat, mit anderen Worten, zwischen Metaphysik und Psychologie keine Begegnung stattgefunden. Nun: Ich bin, das habe ich euch selber ja oft gesagt, unabhängig von Ruburt. Wie ihr wisst, gibt es jedoch Verbindungen zwischen uns.* Er begreift noch immer nicht die wahre Natur seiner eigenen Kreativität. Die wenigsten tun das. Es gibt immer psychologische Gründe für solche Erscheinungen – f ü r a l l e E r s c h e i n u n g e n ü b e r h a u p t .

In gewissem Sinne sind Ruburts Bücher natürlich seine Kinder. Seine Psyche ist enorm schöpferisch. Teilweise ist das, was ich zu sein scheine, wenn ich durch ihn spreche, ebenso tief und unbewusst wie die Geburt eines Kindes. In anderer Weise gilt dies auch für seine Romane, wie er es erlebt.

imageDas sind keine physischen Kinder, die der Zeit und den Elementen ausgesetzt sind, sondern unsterbliche Kinder, die wissender sind als der, der sie erzeugt; eher selbst Götter, die der menschlichen Psyche entspringen, oder zumindest Halbgötter. Und auf dieser Ebene ist der Erzeuger erstaunt, hocherfreut über die Glanzleistungen seiner Sprösslinge, stolz auf die Überlegenheit seiner Nachkommenschaft, und doch bis zu einem gewissen Grade auch neidisch auf sie. Wenn die Bücher für ihn symbolische Kinder sind, dann erhält im gleichen Sinne auch seine Darstellung meiner Realität einen viel lebendigeren dreidimensionalen Aspekt.

Er hat sich zum Beispiel immer wieder über Schizophrenie Gedanken gemacht. Er begreift nicht, daß er a u f d i e s e r E b e n e, jetzt und unabhängig von meiner Autonomie und anderen damit zusammenhängenden Fragen, zeitlose Persönlichkeiten erschafft, die er der Oberaufsicht seines Bewusstseins unterstellt und ihnen Aufgaben von großer Gültigkeit und Bedeutung zuweist, die dann ausgeführt werden. Das ist eine hochspezialisierte Form der Kreativität, die es ihm erlaubt, falls er das will, so tief in die Natur des Bewusstseins, der Psyche und der Kreativität einzudringen, wie es nur wenigen gegeben ist. Nun hat er aber die Umstände, die solche Ergebnisse ermöglichen, selber geschaffen.

Ein gewisser Teil meiner Realität ist Teil eines gewissen Teils seiner Realität, und innerhalb dieses Bereichs entsteht die Schöpfung dessen, was ich zu sein scheine. Jenseits dieses Bereichs habe ich meine eigene unabhängige Realität. Ich habe noch mehr dazu zu sagen und werde diesen Aussagen weitere nachfolgen lassen, so daß sie sich von selbst summieren.

In der Welt der Materie fließen eure Erfahrungen vom Zentrum eurer innersten Psyche nach außen. Dann nehmt ihr diese Erfahrungen wahr. Äußere Ereignisse, Umstände und Verhältnisse sind als eine Art lebendigen Feedbacks zu verstehen. Eine Veränderung des psychischen Zustands hat automatisch eine Veränderung der physischen Verhältnisse zur Folge. Es gibt keinen anderen Weg, physische Ereignisse zu verändern. Vielleicht hilft euch die Vorstellung einer lebendigen Dimension in eurem Innern, wo ihr in psychischer Miniaturform all die äußeren Verhältnisse erschafft, die ihr kennt. Vereinfachend gesagt, ist es ja genau das, was ihr tut.

Eure Gedanken, Gefühle und inneren Bilder könnte man als im Entstehen begriffene, äußere Ereignisse bezeichnen, denn auf die eine oder andere Weise werden sie s ä m t l i c h in der physischen Realität materialisiert. Ihr verändert sogar die scheinbar dauerhaftesten Lebensumstände durch eure wechselnde Einstellung zu ihnen. Es gibt in eurem äußeren Erfahrungsbereich nichts, das nicht in euch seinen Ursprung hätte. Natürlich gibt es auch Wechselwirkungen zwischen den anderen und euch, aber auch diese Wechselwirkungen werden von euch ausnahmslos akzeptiert oder durch eure Gedanken und Gefühle oder euer Verhalten zu euch gezogen. Das gilt für alle Lebensbereiche. Es gilt in eurem Sinne auch für die Zeit vor und nach dem Leben. Wie durch ein Wunder seid ihr in den Besitz der Gabe gelangt, eure eigene Lebenserfahrung hervorzubringen.

In dieser Existenz lernt ihr, mit der u n e r s c h ö p f l i c h e n Energie umzugehen, die euch zu Gebote steht. Die kollektive Weltsituation ist ebenso wie die Lebenssituation jedes einzelnen von euch eine Materialisation des menschlichen Fortschreitens auf dem Wege zur Weltgestaltung. Die Schöpferfreude fließt so mühelos durch euch hindurch wie euer Atem. Aus ihr gehen selbst die unbedeutendsten Bezirke eurer äußeren Erfahrung hervor. Eure Gefühle sind elektromagnetische Lebensäußerungen, die nach außen dringen und sich sogar auf die Atmosphäre auswirken. Kraft Anziehung gruppieren sie sich und bauen Erlebnisbereiche und Verhältnisse auf, die sich schließlich in Form von Gegenständen zur Materie verdichten oder zu Ereignissen, die »zeitlich« ablaufen.

Until next time same station ..

Quelle dieses Beitrages:

Die Natur der persönlichen Realität – PDF

Quelle: Die Natur der persönlichen Realität | THE INFORMATION SPACE

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Ein Gedanke zu “Die Natur der persönlichen Realität

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