Jeder schaft sich seine eigene physische Realität selbst

Ich bin hauptsächlich ein Lehrer, obwohl ich nie im eigentlichen Sinne ein Gelehrter gewesen bin. Ich bin hauptsächlich eine Persönlichkeit mit einer Botschaft: Ihr schafft die euch bekannte Welt. Euch ist vielleicht die furchtbarste Gabe von allen verliehen worden: die Fähigkeit, eure Gedanken in physischer Form nach außen zu projizieren. Die Gabe bringt Verantwortung mit sich, und viele von euch sind in Versuchung, euch zu den Erfolgen in eurem Leben zu gratulieren und Gott, dem Schicksal und der Gesellschaft die Schuld an den Fehlschlägen zuzuschieben. In ähnlicher Weise hat die Menschheit die Neigung, ihr eigenes Verschulden und ihre eigenen Irrtümer auf das Gott-Vater-Bild zu projizieren, das nachgerade all dieser Anschuldigungen überdrüssig werden muss.

Tatsache ist, daß jeder von euch sich seine eigene physische Realität selber schafft; und en masse schafft ihr sowohl den Glanz als auch den Schrecken, der innerhalb eures irdischen Erfahrungsbereichs existiert. Bevor ihr nicht erkennt, daß ihr die Schöpfer von alledem seid, werdet ihr euch weigern, die Verantwortung dafür zu übernehmen. Ihr könnt auch das Unglück der Welt nicht dem Teufel anlasten. Ihr seid heute differenziert genug, um zu erkennen, daß der Teufel eine Projektion eurer eigenen Psyche ist; aber ihr seid heute auch noch nicht weise genug, um zu wissen, wie man seine Kreativität in konstruktive Bahnen lenkt. Die meisten meiner Leser werden mit dem Ausdruck »Muskelstarre« vertraut sein. Euer Geschlecht hat statt dessen eine »Ich-Starre« entwickelt; ihr seid von einer geistigen Starrheit befallen, wobei die intuitiven Teile des Selbst entweder verleugnet oder bis zur Unkenntlichkeit entstellt werden.

Das Bewusstsein ist ein Instrument, das die verschiedene Dimensionen der Realität registriert. Das Bewusstsein, wie ihr es kennt, ist hochgradig spezialisiert. Die physischen Sinnesorgane vermitteln die Wahrnehmung der dreidimensionalen Welt, aber sie können aufgrund ihrer eigentümlichen Beschaffenheit auch die Wahrnehmung anderer, ebenso gültiger Dimensionen verhindern. Die meisten von euch sind mit eurem alltäglichen, körperlich orientierten Selbst identifiziert. Es würde euch nie einfallen, euch mit nur einem Teil eures Körpers zu identifizieren und alle anderen Teile zu ignorieren, und dennoch tut ihr nichts anderes (Lächeln), wenn ihr euch einbildet, das egoistische Selbst trüge die Last eurer Identität.

Ich sage euch, ihr seid kein kosmisches Fleisch- und Knochen- Paket, zusammengewürfelt aus einer Mischung von Chemikalien und Elementen. Ich sage euch, euer Bewusstsein ist nicht das feurige Endprodukt eines rein zufälligen Zusammentreffens chemischer Bestandteile. Ihr seid weder ein im Stich gelassener Ableger der physischen Materie, noch ist euer Bewusstsein dazu bestimmt, wie eine Seifenblase zu verpuffen; sondern ihr formt den physischen Leib, den ihr kennt, auf einer Ebene des tief Unbewussten mit großem Differenzierungsvermögen, wundervoller Klarheit und intimster Kenntnis jeder einzelnen Zelle, aus der dieser zusammengesetzt ist. Dies ist nicht etwa symbolisch gemeint.

imageDa nun aber euer Bewusstsein, wie ihr es versteht, sich dieser Tätigkeit unbewusst ist, so identifiziert ihr euch nicht mit diesem inneren Teil eurer selbst. Ihr identifiziert euch vielmehr mit demjenigen Teil von euch, der fernsieht, kocht oder arbeitet – dem Teil, von dem ihr glaubt, daß er weiß, was er tut. Aber dieser scheinbar unbewusste Teil eurer selbst hat ein viel umfassenderes Wissen, und von seinem reibungslosen Funktionieren hängt eure ganze physische Existenz ab. Dieser Teil ist bewusst, wissend und wachsam. Es liegt an euch, an eurem Ausgerichtet sein auf die physische Realität, daß ihr seine Stimme nicht hört und nicht begreift, daß er der große Kraftquell ist, in dem euer physisch orientiertes Selbst wurzelt.

Ich nenne dieses scheinbar Unbewusste das »innere Ich«, weil es die inneren Vorgänge lenkt. Es kombiniert Informationen, die euch nicht durch die körperlichen Sinne, sondern über andere, innere Kanäle erreichen. Es ist ein innerer Beobachter der Realität, der jenseits der Dreidimensionalität existiert. Es bewahrt in sich die Erinnerung an jede eurer früheren Existenzen. Sein Blick ist auf subjektive Dimensionen gerichtet, die buchstäblich unendlich sind, und aus diesen subjektiven Dimensionen fließt alle objektive Realität. (Lange Pause.) )

Alle notwendigen Informationen werden euch durch diese inneren Kanäle zugänglich, und unglaubliche innere Vorgänge spielen sich ab, bevor ihr auch nur einen Finger heben, mit der Wimper zucken oder diesen Satz in diesem Buch lesen könnt. Dieser Teil eurer selbst ist von Natur aus hellsichtig und telepathisch, so daß ihr vor Katastrophen gewarnt werdet, bevor sie eintreten, ob ihr nun die Botschaft bewusst registriert oder nicht; und jegliche Kommunikation findet statt, lange bevor sie in Worte gefasst wird.

Das »äußere Ich« und das innere Ich arbeiten zusammen. Das eine befähigt euch, mit der bekannten Welt umzugehen, das andere trägt euch jene feineren inneren Wahrnehmungen zu, ohne die eine physische Existenz nicht aufrechterhalten werden kann. Es gibt aber auch einen Teil eurer selbst, jene tiefere Identität, die sowohl euer inneres als auch euer äußeres Ich formt und deren Beschluss ihr verdankt, daß ihr als ein körperliches Wesen an diesem Ort und zu dieser Zeit in Erscheinung getreten seid. Dies ist der Kern eurer Identität, der psychische Samen, aus dem ihr entsprangt, die multidimensionale Persönlichkeit, von der ihr ein Teil seid.

Für diejenigen unter euch, die sich fragen, wo ich das Unbewusste, von dem die Psychologen reden, ansetzen würde, sei gesagt, daß man es sich sozusagen als einen Treffpunkt vorstellen muss, wo die äußeren und die inneren Ich zusammenkommen. Ihr müsst wissen, daß es innerhalb des Selbst keine fest umgrenzten Bereiche gibt; wir sprechen also von den verschiedenen Teilen nur, um die Grundidee klarer zumachen. Da ich mich an ein Publikum wende, das sich mit dem » normalerweise bewussten Selbst« identifiziert, erwähne ich dieses gleich im ersten Kapitel, denn ich habe die Absicht, von der Terminologie an späterer Stelle Gebrauch zu machen, und möchte die Tatsache der multidimensionalen Persönlichkeit so früh wie möglich festgestellt haben.

Ihr könnt euch nicht selber verstehen, und ihr könnt die Unabhängigkeit meiner Existenz nicht akzeptieren, bevor ihr euch nicht von der Vorstellung freigemacht habt, daß die Persönlichkeit ein »Hier und-jetzt-Attribut« des Bewusstseins sei. Manches, was ich in diesem Buch über die physische Realität sagen werde, könnte euch in Bestürzung versetzen, aber denkt daran, daß ich alles von einem völlig anderen Standpunkt aus sehe. Ihr seid momentan völlig in ihr befangen und fragt euch vielleicht, was es außerhalb ihrer noch geben mag. Ich befinde mich außerhalb und kehre für den Augenblick in eine Dimension zurück, die mir vertraut ist und die ich geliebt habe. Ich bin jedoch nicht in eurem Sinne in ihr sesshaft. Obgleich ich einen paranormalen »Reisepass« habe, gibt es Probleme der Übersetzung und der Einreise, mit denen ich mich herumschlagen muss.

Man sagt, daß viele Leute, die seit Jahren in New York leben, niemals das Empire State Building besichtigt haben, während zahlreiche Ausländer bestens damit vertraut sind. Auf ähnliche Weise kann ich euch, die ihr eine körperliche Adresse habt, auf ein paar sehr seltsame und wundersame paranormaleimage und psychologische Strukturen innerhalb eures eigenen Realitätssystems hinweisen, die ihr übersehen habt. Offen gesagt, habe ich mehr vor als das. Ich beabsichtige, euch durch die verschiedenen euch zugänglichen Ebenen der Realität zu führen und euch den Weg zu zeigen durch die Dimensionen eurer eigenen psychologischen Struktur – ganze Bereiche eures eigenen Bewusstseins neu erschließend, die euch bisher relativ unbewusst waren. Ich habe also nicht nur die Absicht, die multidimensionalen Aspekte der Persönlichkeit zu erklären, sondern dem Leser auch einen Einblick in jene größere Identität zu verschaffen, die zu ihm gehört.

Das euch bekannte Selbst ist nur ein Fragment eurer Gesamtidentität. Diese Selbstfragmente sind jedoch nicht aneinandergereiht wie die Perlen an einer Schnur. Sie gleichen eher den verschiedenen Häuten an einer Zwiebel oder den Segmenten einer Orange, die, verbunden durch ein und dieselbe Lebenskraft, in verschiedene Realitäten hinauswachsen, aber denselben Ursprung haben. Ich will die Persönlichkeit nicht mit einer Orange oder Zwiebel vergleichen, aber ich möchte betonen, daß so, wie diese Dinge von innen nach außen wachsen, auch jedes Fragment des Gesamtselbst von innen nach außen wächst. Ihr seht die Außenaspekte der Dinge. Eure physischen Sinne gestatten es euch, die äußeren Formen wahrzunehmen, auf die ihr dann reagiert, aber eure physischen Sinne zwingen euch auch bis zu einem gewissen Grad, die Realität auf diese Weise zu sehen, während die innere Vitalität, die in Materie und Form steckt, euch weniger durchsichtig wird.

Ich kann euch beispielsweise sagen, daß selbst ein Nagel Bewusstsein hat, aber wenige meiner Leser werden mich ernst genug nehmen, um dem nächstbesten Nagel, den sie in einem Stück Holz steckend finden, einen guten Morgen oder guten Abend zu wünschen. Gleichwohl besitzen die Atome und Moleküle in dem Nagel ihre eigene Form von Bewusstsein. Die Atome und Moleküle, aus denen die Seiten dieses Buches aufgebaut sind, sind gleichfalls auf ihrer eigenen Ebene bewusst. Nichts existiert – weder Mineral, Pflanze, Tier noch Luft –, das nicht von seiner eigenen Form von Bewusstsein erfüllt wäre.

So steht ihr also inmitten eines ständigen, lebensprühenden Tumultes, einer »Gestalt« bewusster Energie, und ihr seid physisch selber aus bewussten Zellen zusammengesetzt, die die Erkenntnis ihrer eigenen Identität in sich tragen und durch willentliche Kooperation die körperliche Struktur bilden, die euer physischer Leib ist. Ich sage damit natürlich, daß es keine tote Materie gibt. Es existiert nichts, was nicht durch Bewusstsein hervorgebracht würde, und jedes Bewusstsein, unabhängig von seinem Entwicklungsgrad, erfreut sich eigener Empfindungen und eigenen schöpferischen Vermögens. Ihr könnt niemals begreifen, wer ihr seid, wenn ihr das nicht begreift. Aus Bequemlichkeit schirmt ihr euch gegen die Vielfalt innerer Kommunikationen, die zwischen den winzigsten Teilen eures Fleisches hin und her laufen ab, und doch seid ihr selber als physische Wesen zu einem gewissen Grad Teil eines anderen Bewusstseins.

imageDas Selbst kennt keine Schranken. Sein Potential kennt keine Schranken. (Pause.) Ihr könnt jedoch durch eure eigene Unwissenheit künstliche Schranken errichten. Ihr könnt euch zum Beispiel ausschließlich mit eurem äußeren Ich identifizieren und solche Fähigkeiten abspalten, die euch mitgegeben sind. Ihr könnt die Tatsachen leugnen, aber nicht ändern. Die Persönlichkeit ist multidimensional, obwohl viele Leute, metaphorisch gesprochen, ihren Kopf in den Sand dreidimensionaler Existenz stecken und so tun, als sei das alles. (Humorvoll:) In diesem Buch hoffe ich ein paar Köpfe aus dem Sand zu ziehen.

Es liegt nicht in meiner Absicht, das äußere Ich zu unterschätzen. Ihr habt es einfach überschätzt. Auch ist seine wahre Natur nicht erkannt worden. Wir werden auf diesen Punkt noch näher eingehen; vorerst soll die Einsicht genügen, daß euer Identitäts- und Kontinuitätsgefühl nicht vom Ich abhängig ist. Übrigens werde ich im Zusammenhang mit der physischen Welt, mit der das äußere Ich verkehrt, manchmal den Ausdruck »Tarnung« verwenden, denn die physische Form ist eine der Tarnungen, derer die Realität sich bedient. Zwar ist die Tarnung real, aber hinter ihr steht eine viel größere Realität – die Lebenskraft, die ihr Form gab. Eure physischen Sinne gestatten es euch, diese Tarnung wahrzunehmen, weil sie auf eine hochspezialisierte Weise auf diese eingestellt sind. Will man jedoch in der Form die Realität erkennen, so sind hierfür eine andere Art von Aufmerksamkeit und feinere Manipulationen erforderlich, als die physischen Sinne sie leisten können.

Das Ich ist ein eifersüchtiger Gott, der auf der Wahrung seiner Interessen besteht. Es ist nicht bereit, die Realität anderer Dimensionen anzuerkennen als solcher, in denen es sich selber behaglich fühlt und die es versteht. Es war als eine Stütze gedacht und ist zum Tyrannen geworden. Immerhin ist es viel elastischer und lernbegieriger, als man allgemein annimmt. Seine Neugier kann von großem Vorteil sein. Wenn ihr eine beschränkte Vorstellung von der Natur der Realität habt, dann wird euer Ich sein Bestes tun, um die Schranken dieses eng umgrenzten Raumes der von euch zugelassenen Realität
aufrechtzuerhalten. Wenn ihr hingegen eurer Intuition und eurem schöpferischen Instinkt freien Spielraum lasst, dann teilen diese jenem am stärksten physisch orientierten Teil eurer Persönlichkeit ein Wissen um größere Dimensionen mit.

Die Tatsache dieses Buches ist ein Beweis, daß das Ich nicht die Gesamtheit der Persönlichkeit für sich beanspruchen kann, denn es steht außer Zweifel, daß es von jemand anderem als der unter dem Namen Jane Roberts bekannten Autorin geschrieben wird. Da diese Jane Roberts über keine anderen Fähigkeiten verfügt als die dem Menschengeschlecht insgesamt angeborenen, so muss man zumindest einräumen, daß die menschliche Persönlichkeit sehr viel mehr Anlagen besitzt, als man ihr allgemein zubilligt. Ich hoffe, noch zu erklären, um welche Fähigkeiten es sich hierbei handelt, und die Mittel und Wege aufzuzeigen, die jedem Individuum offenstehen, um dieses Potential freizusetzen.image

Die Persönlichkeit ist eine »Gestalt« stets im Wandel begriffener Wahrnehmungen. Sie ist derjenige Teil der Identität, der wahrnimmt. Ich dränge meine Wahrnehmungen weder der Frau auf, durch die ich spreche, noch ist ihr Bewusstsein während unserer Kommunikation ausgelöscht. Statt dessen findet eine Ausweitung ihres Bewusstseins und eine Projektion der Energie in außerhalb der dreidimensionalen Realität gelegene Bereiche statt. Diese auf außerhalb des physischen Systems zielende Konzentration könnte den Eindruck erwecken, als wäre ihr Bewusstsein ausgelöscht. In Wirklichkeit wird es aber vermehrt. Ich, von meinem eigenen Realitätsbereich her, richte meine Aufmerksamkeit auf diese Frau, aber die Worte, die sie spricht – diese auf diesen Seiten aufgezeichneten Worte -, sind ursprünglich gar keine Worte.

Einmal ist die euch bekannte Sprache eine langsame Angelegenheit: Buchstabe reiht sich an Buchstabe, um ein Wort, und Wort an Wort, um einen Satz als Resultat linearer Gedankenmuster zu bilden. Die euch bekannte Sprache ist teilweise und grammatikalisch das Endprodukt eurer physischen Zeitsequenzen. Ihr könnt euch nur auf eine beschränkte Anzahl von Gegenständen gleichzeitig konzentrieren, und eure Sprachstruktur ist für die Mitteilung von verwickelten Simultanerlebnissen nicht geeignet. Ich bin mir einer Erlebnisform bewusst, die nicht linear ist, und bin imstande, mich auf eine unendliche Vielfalt gleichzeitiger Geschehnisse einzustellen.

Ruburt könnte diese nicht ausdrücken, und so muss man sie, wenn man sie mitteilen will, auf die lineare Ausdrucksform nivellieren. Diese Fähigkeit, eine unbegrenzte Anzahl gleichzeitiger Geschehnisse wahrzunehmen und darauf zu reagieren, ist eine grundlegende Eigenschaft eines jeden Gesamtselbst oder jeder Wesenheit. Ich kann sie deshalb nicht als Besonderheit für mich in Anspruch nehmen. Wie bereits erwähnt, kennt jeder meiner gegenwärtig in physischer Form verborgenen Leser (humorvoll) nur einen kleinen Teil seiner selbst. Die Wesenheit ist jene Gesamtidentität, von der seine Persönlichkeit eine Manifestation – einen unabhängigen und ewig gültigen Teil – darstellt. Bei diesen Kommunikationen erweitert sich daher Ruburts Bewusstsein und stellt sich doch auch wieder auf eine andere Dimension ein, eine Dimension zwischen seiner Realität und meiner, ein Bereich, der relativ störungsfrei ist. Hier präge ich ihm mit seiner Erlaubnis und Zustimmung bestimmte Begriffe ein. Diese sind, insofern jedes Wissen und jede Information den Stempel der Persönlichkeit tragen, die sie speichert und weitergibt, nicht neutral.

imageRuburt macht mir seinen Wortschatz zugänglich, und so bringen wir beide gemeinsam ganz automatisch die verschiedenen Worte hervor, die gesprochen werden. Es können dabei Störungen auftreten, so wie jede Information entstellt werden kann. Wir sind jedoch jetzt an die Zusammenarbeit gewöhnt, und Störungen begegnen daher höchst selten. Ein Teil meiner Energie wird auch durch Ruburt projiziert, und seine Energie und meine zusammen animieren ihn physisch während der Sitzungen, so wie auch jetzt, da ich diese Sätze ausspreche. Es gibt noch viele andere Verästelungen, auf die ich später noch eingehen werde.

Ich bin daher ebenso wenig ein Produkt von Ruburts Unterbewusstsein, wie er ein Produkt meines Unterbewusstseins ist. Auch bin ich keine sekundäre Persönlichkeit, die ein prekäres Ich hinterlistig zu unterminieren versucht. Ich habe vielmehr dafür gesorgt, daß alle Teile von Ruburts Persönlichkeit profitieren und daß deren Integrität gewahrt und gewürdigt wird. Seine Persönlichkeit verfügt über eine ziemlich seltene Anlage, die unsere Kommunikationen ermöglicht. Ich will dies so einfach wie möglich auszudrücken versuchen: es gibt in meiner Psyche etwas, das einer transparenten, dimensionalen Ausbuchtung gleichkommt und fast wie ein offenes Fenster wirkt, durch das andere Realitäten wahrgenommen werden können; eine multidimensionale Öffnung, die zu einem gewissen Grad der Überschattung durch die physische Zentrierung entgangen ist.

Die physischen Sinne machen euch gewöhnlich blind für diese offenen Kanäle, denn ihr nehmt die Realität nur ihrem Bild entsprechend wahr. Teilweise betrete ich daher eure Realität durch eine psychologische Ausbuchtung in eurem Raum-Zeit-Gefüge. Ein solcher Kanal dient sozusagen als Brücke zwischen Ruburts Persönlichkeit und meiner eigenen, so daß Kommunikation möglich wird. Solche psychologischen und medialen Ausbuchtungen zwischen den existentiellen Dimensionen kommen nicht selten vor. Sie werden bloß als solche selten erkannt und noch seltener nutzbar gemacht.
Ich will versuchen, euch eine Vorstellung von meiner eigenen nichtphysischen Existenz zu geben. Möge es dazu dienen, euch daran zu erinnern, daß eure eigene Identität grundsätzlich ebenso unphysisch ist wie die meine.

Obgleich meine Umwelt sich in ziemlich wesentlichen Punkten (humorvoll) von der meiner Leser unterscheidet, kann ich euch doch mit einem ironischen Understatement versichern, daß sie so lebendig, mannigfaltig und vital ist wie die physische Existenz. Sie ist angenehmer – obwohl sich meine Vorstellungen von dem, was angenehm ist, seit ich ein körperliches Wesen war, etwas geändert haben -, da sie verlohnender ist und schöpferischer Tätigkeit weit größere Möglichkeiten bietet. Meine gegenwärtige Existenz ist von allen, die ich gekannt habe, die anspruchsvollste; und ich habe viele Existenzen gekannt, physische sowohl wie nichtphysische.image

Es gibt ebenso wenig nur eine Dimension, die von nichtphysischem Bewusstsein bewohnt ist, wie es auf eurem Planeten nur ein Land gibt oder nur einen Planeten in eurem Sonnensystem. Meine jetzige Umwelt ist nicht die gleiche wie die, in der ihr euch unmittelbar nach dem Tode wiederfindet. Ich kann nicht anders, als hier scherzhaft mit euch zu reden, aber ihr müsst viele Tode sterben, bevor ihr in diese besondere Existenzebene eingeht. (Die Geburt ist ein weit größerer Schock als der Tod. Manchmal merkt ihr es nicht, wenn ihr sterbt, aber die Geburt bringt fast immer ein heftiges, plötzliches Erkennen mit sich. Ihr braucht daher den Tod nicht zu fürchten. Und ich, der ich mehr Tode gestorben bin, als mir zu erwähnen lieb ist, schreibe dieses Buch, um euch das zu sagen.)

Meine Arbeit in dieser Umwelt bringt viel größere Aufgaben mit sich, als ihr es euch vorstellen könnt, und sie macht eine Manipulation von schöpferischen Materialien nötig, die fast außer Reichweite eures gegenwärtigen Verständnisses liegen. Ich werde in Kürze noch mehr darüber sagen. Zuerst müsst ihr wissen, daß es keine objektive Realität gibt außer der durch das Bewusstsein geschaffenen. Das Bewusstsein bringt immer die Form hervor und nicht umgekehrt. So ist also meine Umwelt eine existentielle Realität, die von mir und meinesgleichen geschaffen wird und die eine Manifestation unserer Entwicklungsstufe darstellt.

Es liegt nicht in meiner Absicht, die Bedeutung eurer jetzigen Persönlichkeiten oder der physischen Existenz als solcher zu schmälern. Ganz im Gegenteil. Dreidimensionale Erfahrung ist eine unschätzbare Grundausbildung. Eure Persönlichkeit wird in der Tat so, wie ihr sie jetzt kennt, mitsamt ihren Erinnerungen fortdauern, aber sie ist nur ein Teil eurer Gesamtidentität, ähnlich wie eure Kindheit in diesem Leben einen enorm wichtigen Teil eurer gegenwärtigen Persönlichkeit ausmacht, obwohl ihr heute sehr viel mehr seid als ein Kind.

Ihr werdet weiter wachsen und euch entwickeln, und wie damals, als ihr euer Elternhaus hinter euch ließet, werdet ihr euch anderer Umwelten bewusstwerden. Aber Umwelten sind keine objektiven Dinge, keine Ansammlung von Objekten, die unabhängig von euch existieren. Ihr formt sie vielmehr, und sie sind im buchstäblichen Sinne Verlängerungen eurer selbst; materialisierte, geistige Akte, die von eurem Bewusstsein ausgehen. Ich werde euch genau schildern, wie ihr eure Umwelt formt. Ich forme die meine nach den gleichen Grundregeln, nur daß ihr am Ende physische Gegenstände habt und ich nicht.

imageEure Naturwissenschaftler entdecken jetzt endlich, was die Philosophen schon seit Jahrhunderten wussten – daß der Geist die Materie beeinflusst. Sie haben noch die Entdeckung zu machen, daß der Geist die Materie erschafft und formt. Nun ist, physisch betrachtet, euer Leib eure nächste Umwelt. Er ist nicht wie irgendeine Gliederpuppe, in die ihr eingesperrt seid und die unabhängig von euch wie ein Gehäuse existiert.

Euer Körper ist nicht schön oder hässlich, gesund oder missgestaltet, behände oder schwerfällig, einfach weil dies der Körper ist, der euch wahllos bei eurer Geburt zugeteilt wurde. Nein, eure körperliche Gestalt, eure physische, persönliche Umwelt ist die körperliche Materialisation eurer eigenen Gedanken, Gefühle und Interpretationen. Buchstäblich formt das »innere Selbst« den Leib, indem es auf magische Weise Gedanken und Empfindungen in ihre körperlichen Entsprechungen übersetzt. Ihr lasst euren Leib wachsen. Seine Verfassung reflektiert in jedem Augenblick euren subjektiven Zustand auf die vollkommenste Weise. Unter Verwendung von Atomen und Molekülen baut ihr euch euren Körper auf und formt die Grundelemente in eine Gestalt, die ihr euer eigen nennt.

Intuitiv seid ihr euch dessen bewusst, daß ihr euer Erscheinungsbild selber gestaltet und daß ihr von ihm nicht abhängig seid. Ihr seid euch aber nicht dessen bewusst, daß ihr eure weitere Umwelt und die euch bekannte physische Welt gleichfalls erschafft, indem ihr eure Gedanken und Empfindungen in die Materie hinausschleudert und dadurch einen Durchbruch in das dreidimensionale Leben vollzieht. Das innere Selbst sendet somit, individuell und en Maße, seine psychische Energie aus, die dann Fühler ausstreckt, die sich zur Form verdichten. Jede Empfindung und jeder Gedanke hat seine eigene elektromagnetische Realität, die vollkommen einmalig ist. Sie sind darauf eingerichtet, mit bestimmten anderen Verbindungen einzugehen, den verschiedenen Intensitätsgraden entsprechend, die einbezogen werden.

Man könnte sagen, daß dreidimensionale Gegenstände auf ähnliche Weise erzeugt werden wie die Bilder, die ihr auf dem Fernsehschirm seht, mit einem großen Unterschied, allerdings. Und wenn ihr nicht auf jene besondere Frequenz eingestellt seid, dann seht ihr die physischen Gegenstände überhaupt nicht.  Jeder von euch wirkt unbewusst wie ein Transformator, der automatisch hochentwickelte, elektromagnetische Einheiten in physische Gegenstände umwandelt. Ihr lebt inmitten eines » Materienkonzentrationssystems«, gewissermaßen umgeben von schwächeren Zonen, in denen sich, was ihr »Pseudomaterie« nennen würdet, behauptet. Jeder Gedanke und jedes Gefühl existieren spontan als eine einfache oder komplexe elektromagnetische Einheit – die übrigens von euren Naturwissenschaftlern noch nicht festgestellt wurde.

Die Intensität bestimmt sowohl die Stärke als auch die Dauer des physischen Bildes, in dem Gedanke oder Empfindung sich materialisiert. Bei meinem eigenen Material erkläre ich das noch eingehender. Hier möchte ich euch nur die Einsicht vermitteln, daß die euch bekannte Welt der Reflex einer inneren Realität ist.

Until next time same station ..

Quelle des Beitrages:

“Gespräche mit Seth” – PDF

Quelle: The Basics | THE INFORMATION SPACE

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