Nicht steht mir zu, über eines anderen Leben zu urteilen!

Die Vertreibung aus dem Paradies

„Nicht steht mir zu, über eines anderen Leben zu urteilen!“

Der Mensch trägt ein zentrales Problem mit sich herum. Es handelt sich dabei um sein ständiges Urteilen über Gut und Böse. Wir urteilen über uns selbst, über andere Menschen und über Situationen. Das Problem daran ist folgendes: Was für den einen gut ist, ist für den anderen möglicherweise schlecht. Und schon ist der Konflikt programmiert. Das aufteilen in Gut und Böse hat nichts mit einem Naturgesetz zu tun. Es sind menschliche Moralvorstellungen, die sich im Verlaufe der Zeit ändern und die sogar von Region zu Region verschieden sind. Das Universelle daran ist: sie produzieren Konflikte. Konflikte im Menschen drin und Konflikte zwischen den Menschen. Damit ist natürlich auch die Basis gelegt für kriegerische Auseinandersetzungen.

Woher kommt dieses Urteilen, dieses Aufteilen in Gut und Böse? Wir haben es in der Schule gelernt: Es ist die Geschichte von Adam und Eva. Es heißt dort, sie haben gegessen vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse. Folgendes fällt hier auf: offenbar hat es vorher so etwas wie Gut und Böse nicht gegeben. Es ist also eine Existenzform denkbar, die weder Gut noch Böse kennt. Und wie diese Existenzform heißt, wird in der Geschichte von Adam und Eva gleich mitgeliefert. Es steht schon im Titel: Die Vertreibung aus dem Paradies. Der Zustand, in welchem nicht unterschieden wird in Gut und Böse, wird also hier ganz eindeutig mit „Paradies“ bezeichnet. Das Paradies ist nicht irgendein geographischer Ort oder etwas, das vielleicht in ferner Zukunft einmal erreicht werden kann, nein, das Paradies ist offenbar ganz schlicht und einfach ein Geisteszustand. Ein Zustand des Nichturteilens in Gut und Böse. Jeder Mensch könnte sich somit sofort ins Paradies kapitulieren, wenn er aufhören würde die Welt – und somit natürlich auch sich selbst – in Gut und Böse aufzuteilen.

Niemand hindert ihn an der Rückkehr ins Paradies – außer er selbst. Er wurde auch nicht aus dem Paradies vertrieben, wie im Titel erwähnt; schließlich hat er freiwillig vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse gegessen. Er hat sich also selbst aus dem Paradies hinauskatapultiert. Und dies ist ja gerade das Tröstliche an der Sache: da er sich selbst – durch sein Urteilen – aus dem Paradies verjagt hat, kann er auch selbst – durch sein Nichturteilen – wieder dahin zurückkehren.

Wir sollten uns folgendes ganz klar vor Augen halten: Von genau dem Moment an, da wir mit dem Unterteilen in Gut und Böse begonnen haben, haben unsere Probleme begonnen.

Es gäbe keine Probleme, wenn man nicht urteilen würde. Das sollte man sich einmal ernsthaft und in aller Ruhe überlegen.

Dieses Aufteilen in Gut und Böse ist eine rein menschliche Eigenschaft. Die Natur teilt nicht; die Natur richtet nicht. Stelle man sich vor, was geschehen würde, wenn die Sonne richten würde! Wenn die Sonne sagen würde, der eine hat jemanden umgebracht, deshalb erhält er heute keine Sonne; der andere war sehr hilfsbereit gegenüber seinen Mitmenschen und hat viel gespendet. Aus diesem Grund erhält er heute mehr Sonne. Könnte man sich das Chaos vorstellen, das dann entstehen würde? Wenn nicht, dann sollte man schauen, was der Mensch – durch sein Urteilen! – in der Welt angerichtet hat. Man sollte froh sein, dass wenigstens die Natur nicht urteilt.

Das kann man auch in der Bibel nachlesen:

Denn Gott lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. (Matth. 5:44)

(Lola-Prinzip, Rene Egli)

Quelle: (93) Die Vertreibung aus dem Paradies „Nicht steht… – Kristallwissen – Streben nach Licht

Standard

Ein Gedanke zu “Nicht steht mir zu, über eines anderen Leben zu urteilen!

  1. Was ist das für eine Macht in den Händen der verbrecherischenSTASI-Justiz und ihrer Exekutove, dass die den Pastor Joachim Gauck zum Herrscher über die Restbestände der STASI-Akte macht und dadurch ihn zum Obersten Richter auf Erden bestimmt. Nach 25 Jahre endet die 2,5 Mrd. teure Verwertung der Akte mit der Auflösung der BSztU – wie ich seit langem verlangte! http://adamlauks.com/2016/02/03/wer-die-wahrhweit-nicht-kennt-und-die-luege-nennt-ist-nur-ein-seit-25-jahren-vergauckelter-dummkopf-wer-die-wahrheit-aber-kennt-und-die-luege-nenntist-ein-verbrecher/

    Gefällt mir

Ich freue mich auf Deinen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s