Immer mehr Wissenschaftler stellen die pessimistische Sichtweise der menschlichen Natur infrage. Psychologen, Neurowissenschaftler und Primatenforscher haben herausgefunden, dass Altruismus und die Fähigkeit zur Kooperation durchaus grundlegende, angeborene Wesenszüge des Menschen sind.

Selbstbezogenheit, Materialismus und Geldgier beherrschen unsere moderne Gesellschaft. Aber gehört es nicht vielleicht doch zur menschlichen Natur, selbstlos zu sein, also uneigennützig im Interesse von anderen zu handeln? Seit rund 20 Jahren widerlegen Forschungsergebnisse – wie etwa die des Katastrophenforschungszentrums von Delaware – die These von einem universellen Egoismus. Psychologen, Neurowissenschaftler und Primatenforscher fanden heraus, dass sogenanntes prosoziales Verhalten wie Mitgefühl, Altruismus, Hilfsbereitschaft und die Fähigkeit zur Kooperation zu den fundamentalen Eigenschaften des Menschen zählen.

Sylvie Gilman und Thierry de Lestrade haben Wissenschaftler bei ihren Forschungsarbeiten begleitet: Ausgangspunkt sind entwicklungspsychologische Studien, die bereits im Babyalter ansetzen und das Bild eines Menschen zeigen, der hochgradig kooperativ ist: Nach Studien der Universität Yale verfügen Babys bereits in den ersten Lebensmonaten über ein moralisches Urteilsvermögen, eine Art Gerechtigkeitssinn und zeigen spontan altruistische Verhaltensweisen.

Angesichts der weltweiten Herausforderungen, die nach radikalen Veränderungen rufen, stellt sich die Frage, ob und wie diese positiven Charaktereigenschaften des Menschen gefördert werden können. Könnte man Selbstlosigkeit womöglich sogar üben? Unermüdlicher Botschafter dieser Überlegung ist der studierte Molekularbiologe Matthieu Ricard. Der buddhistische Mönch studiert mit Hirnforschern die Wirkung von Meditation auf das Gehirn – mit Erfolg. Zahlreiche Experimente zum Geistestraining weisen nach, dass die individuelle Wandlung möglich ist. Meditationsübungen an Schulen in Problemvierteln zeigen bereits überraschende Erfolge im Sozialverhalten und im Kampf gegen Aggressionen. Längerfristig besteht das Ziel darin, eine breitere Bewegung auch über den Bildungs- oder Gesundheitssektor hinaus anzustoßen.

Manche Ökonomen setzen große Hoffnungen in die Wandlungsfähigkeit unserer Gesellschaft. So haben sich Wirtschaftsexperten auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos ein neues Thema auf die Fahne geschrieben: Achtsamkeit. Seinen Geist der Güte zu öffnen und sich in humanitären Projekten zu engagieren, ist aus ihrer Sicht eine Win-win-Situation, die auch für die moderne Wirtschaft keine Utopie bleiben soll.

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3 Gedanken zu “Die Revolution der Selbstlosen 

  1. Katja Willsch schreibt:

    Eine ähnliche Philosophie vertritt auch die Keshe Foundation. Sie geht sogar noch einen Schritt weiter, seit 2015 haben sie eine Art „Lernbares Friedesbewusstseins-Programm“ das auf Langzeit und positives Denken ausgerichtet ist. Hier ein Auszug: “ Es ist besser mit kleinen Schritten zu beginnen, damit alle Menschen den Friedensprozess verstehen können und Zeit dazu haben darüber nachzudenken.

    Um dies zu bewirken, legen wir den nachfolgenden Weg für die nächsten Monate fest, und falls der Plan sein Ziel verfehlt, haben wir die Mittel, den Willen der Mehrheit der Rasse für eine friedliche Koexistenz zwischen Menschen und anderen Geschöpfen des Universums zu erzwingen.

    Zur Eröffnung des Reigens ernennen wir einen Tag pro Monat als Friedenstag, beginnend mit Juni 2015, sodass die Menschheit damit anfängt, sich zu bemühen und über den alternativen und korrekten Weg nachzudenken.

    So geht es weiter:

    Zum ersten Friedenstag wurde der 21. Juni 2015 ernannt und dieser Tag des Friedens wird auch am 21. Juli und August erfolgen.
    
    Im September, Oktober und November werden zwei Tage des Friedens pro Monat sein, jeweils am 21. und 22. jeden Monats.
    
    Im Dezember 2015, Jänner und Februar 2016, vermehren wir die Friedenstage auf drei Tage pro Monat vom 21. bis zum 23.
    
    Ab 21. März 2016 vermehren wir die Friedenstage drei Monate lang auf 7 Tage pro Monat, vom 21. bis zum 27. jeden Monats.
    
    Ab 21. Juni 2016 vermehren wir die Friedenstage auf 14 Tage pro Monat wieder drei Monate lang.
    
    Ab 21. September 2016 vermehren wir die Friedenstage drei Monate lang auf 21 Tage pro Monat.
    
    Ab 21. Dezember 2016 verlangen wir unbegrenzten Frieden und werden ihn wie vorgesehen erzwingen." 
    

    Mit positiver Energie und positiven Gedanken bedanke ich mich, diese Beitrag teilen zu dürfen!!!
    Firma Klara Himmel

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  2. Die wahre Menschliche Natur ist (das) Gott-Sein, das bedingungslose Lieben und Glücklichsein, das regelhaft stabile Gesundsein, die reine Lebensfreude, usw. usw. Nur die zivilisierte Gesellschaft ist durch eine kollektive Neurose vom Verkörpern dieses höchsten Prinzips entfremdet. Die grundlegende Heilung ist in jedem Einzelfall möglich. Das stützt seit 1992 meine Hoffnung auf eine kollektive Heilung und dafür setze ich mich seitdem ein. Siehe „Wahre Heilung“ auf http://www.Seelen-Oeffner.de.
    Herzlichen Gruß!

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