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Weltherrschaft weniger Konzerne – wer mit wem?


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Die politische Klasse ist verkommen, natürliche Ressourcen werden knapp, die Erde ist überbevölkert – und einige wenige Mega-Unternehmen beherrschen die Weltwirtschaft.

Im Jahr 2022 kämpfen die Menschen im überbevölkerten New York um die nackte Existenz, weil es an elementaren Ressourcen wie Wasser, Nahrung und Wohnraum mangelt.

Die Menschen, von denen lediglich noch ein paar Privilegierte wissen, was echtes Fleisch und Brot sind, ernähren sich von künstlich hergestellten, öffentlich verteilten Nahrungsmitteln der Firma Soylent.  

Dieses Szenario war in den 70ern noch ein Science-Fiction im Spielfilm: Soylent Green – … Jahr 2022 … die überleben wollen! Durch die übermäßige Ausbeutung gleicht die Erde inzwischen einer Wüste, die Nahrungsgewinnung über Plankton ist demnach eine Lüge: Das Monopolunternehmen Soylent greift bei der Produktion seiner synthetischen Nahrung auf menschliche Leichen zurück.

Ist diese Zukunft schon Gegenwart? Zumindest der letzte Punkt trifft offenbar zu. Ein kleiner Kern extrem einflussreicher Konzerne kontrolliert direkt oder indirekt weite Teile der international agierenden Unternehmen und mit menschlichen Stammzellen wird auch schon gearbeitet, z. B. bei Nestlé. Und gibt es das Designer-Baby in Zukunft auf Bestellung?

Wasser, Nahrungsmittel, Energie oder Bankgeschäfte – schaut man sich die größten Konzerne der Welt an, wird klar, mit welchen Geschäften sich das meiste Geld machen lässt.

Plötzlich war sie da, die Protestbewegung Occupy Wall Street (OWS) mit dem Schlagruf „Wir sind die 99 %“. Sie errichteten eine „Stadt“ aus Zelten im Zucotti Park. OWS hatte in erster Linie die Banken und finanzwirtschaftlichen Institutionen im Visier, die man gemeinhin mit der Wall Street verbindet. Die Bewegung zielte jedoch – weit darüber hinaus – auf die Macht der privaten Wirtschaft insgesamt. Ihr zufolge findet sich in dieser Macht die Ursache der Notlagen für 99 Prozent der US- und Weltbevölkerung. Die OWS-Aktivisten in New York empörten sich über die „Gier der Konzerne“. Auf der ganzen Welt folgten daraufhin viele weitere Occupy-Gruppen.

Wir, die Netzfrauen, haben Ihnen an verschiedenen Beispielen erläutert, wie sehr die großen Konzerne miteinander verflochten sind. Es ist eine Wissenschaft für sich und würde Jahre dauern, diese Verflechtungen beim Namen zu nennen. 2011 bestätigten Wissenschaftler der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), dass weniger als ein Prozent der weltweiten Unternehmen 40 Prozent des weltweiten Wohlstands kontrollieren. Ihre Studie wurde unter „The network of global corporate control („Das Netzwerk der globalen Unternehmenskontrolle“) veröffentlicht.

Es galt, 43 000 Unternehmen zu durchleuchten, und nachdem die Uni 2007 mit dem Projekt startete, konnte sie erst im Oktober 2011 das Ergebnis präsentieren. Zwar hat sich die Lage vieler Unternehmen seit der zwischenzeitlichen Finanzkrise verändert und sicherlich sind es schon längst weniger als 147 Unternehmen, doch die Ergebnisse des Projektes vermitteln einen Eindruck davon, wie die Wirtschaftswelt aufgebaut ist.

Ein dicht verflochtener Kern aus 147 Unternehmen mit zahlreichen Vernetzungen, u. a. durch Investments (z. B. Aktien), bedeutet einen hohen Einfluss. Denn wer Unternehmensanteile besitzt, darf auch mitreden. Daraus haben die Schweizer Wirtschaftswissenschaftler eine Rangliste der einflussreichsten Unternehmen erarbeitet.

Das Resultat der Studie wirft freilich weitere Fragen auf. Ehe wir uns einigen von ihnen zuwenden, schauen wir uns zuvor die Plätze 1 bis 28 auf der Liste der 147 Unternehmen an, die die „ökonomische Super-Entität“ (globale Ökonomie) auf der Erde bilden:

  1. Barclays plc
  2. Capital Group Companies Inc
  3. FMR Corporation
  4. AXA
  5. State Street Corporation
  6. JP Morgan Chase & Co
  7. Legal & General Group plc
  8. Vanguard Group Inc
  9. UBS AG
  10. Merrill Lynch & Co Inc
  11. Wellington Management Co LLP
  12. Deutsche Bank AG
  13. Franklin Resources Inc.
  14. Credit Suisse Group
  15. Walton Enterprises LLC
  16. Bank of New York Mellon Corp
  17. Natixis
  18. Goldman Sachs Group Inc.
  19. T Rowe Price Group Inc.
  20. Legg Mason Inc.
  21. Morgan Stanley
  22. Mitsubishi UFJ Financial Group Inc.
  23. Northern Trust Corporation
  24. Société Générale
  25. Bank of America Corporation
  26. Lloyds TSB Group plc
  27. Invesco plc
  28. Allianz SE

Via Aktienanteile kontrollieren also 1318 Großunternehmen, die zusammen ungefähr 20 Prozent der weltweiten Geschäftsumsätze auf sich verteilen, die Mehrheit der weltgrößten Industriefirmen und der Unternehmen mit den höchsten Börsenwerten. Wer immer versucht herauszufinden, wem welches Unternehmen gehört, stößt dabei auf endlose Verzweigungen, Holdings, sich wiederholende Namen mit unterschiedlichen Gesellschaftsformen, Querverbindungen, nicht verfolgbare Aktien im Streubesitz. Kurzum: durch Aufkäufe und Verkäufe verlieren sich oft die Spuren.

Wie Sie der o. g. Liste entnehmen können, handelt es sich bei dem überwiegenden Teil um Banken und Firmen aus der Finanzwirtschaft. Angeführt wird die Liste vom britischen Finanzkonzern Barclays, es folgen der französische Axa-Konzern, der Schweizer Bankgigant UBS sowie der US-Riese Merrill Lynch und Goldman Sachs. Größtes deutsches Unternehmen ist die Deutsche Bank auf Rang zwölf der einflussreichsten Firmen, der Allianz-Konzern steht auf Platz 28.

Die AXA dürfte hier als Versicherung bekannt sein, früher gab es noch die Colonia. Die französische Union des Assurances de Paris (UAP) übernahm das deutsche Versicherungsunternehmen Colonia und fusionierte ihrerseits 1997 mit ihrem französischen Wettbewerber Axa. Dadurch stieg AXA auch auf dem deutschen Markt zu einem führenden Versicherer auf. Anfangs firmierte das Unternehmen in Deutschland noch unter dem Namen AXA-Colonia.

Ein Beispiel zu den Verflechtungen der Allianz und der Commerzbank

  • Allianz kaufte 2001 die Dresdner Bank für 30 Milliarden Euro;
  • 2008: Die Commerzbank hatte als erste große private Geschäftsbank die Staatshilfe angenommen: Staatseinlage von 8,2 Milliarden Euro;
  • 2008: Allianz verkaufte die Dresdner Bank an die Commerzbank und wurde größter Aktionär der neuen Bank (Gesamtpreis 9,8 Milliarden Euro für die Dresdner Bank, einschließlich eines Beitrags für einen Trust zur Risikoabdeckung spezieller ABS-Anlagen der Dresdner von bis zu 975 Millionen Euro – Allianz erwarb die Commerzbank-Fondstochter Cominvest );
  •  2011: Die Allianz half der Commerzbank teilweise aus der Kapitalnot: (750 Mio. EUR).

Mehr Informationen: Finanzkrise: Europäische Banker lassen sich ihre Schandtaten mit Millionen versüßen. Zur Allianz AG sind auch noch die Verflechtungen der Hermes-Bürgschaften zu erwähnen. Seit dem 1. August 1996 wurde die Allianz Aktiengesellschaft Hauptaktionär von Hermes – mit rund 90 % qualifizierter Mehrheit am Grundkapital. Weitere Aktionäre: R+V Allgemeine Versicherungs-AG mit 5 %, sowie die Württembergische AG Versicherungs-Beteiligungsgesellschaft mit 2,5 %. Sie fragen sich sicher, wer ist und was macht Hermes?

Hermesdeckungen ist die umgangssprachliche Bezeichnung für Exportkreditversicherungen der Bundesrepublik Deutschland zugunsten deutscher Exporteure und Kreditinstitute. Schlechte Zahlungsmoral von Kunden: Das ist eines der größten Risiken für Unternehmer. Vor allem, wenn sie im Ausland investieren. Der deutsche Staat hilft ihnen deshalb – und kann dazu sogenannte Hermesbürgschaften übernehmen: Exportkredit-Garantien – Finanzschäden des Investors werden dann ausgeglichen. Natürlich mit Steuergeldern. Mehr Informationen: Rüstungsgüter gegen Rohstoffe- besichert durch Steuergelder.

Wie Sie nun lesen konnten, ist die Allianz AG der Hauptaktionär an Hermes. Man kann auch die Kontrolle innehaben, indem man 51 Prozent einer Firma besitzt, die ihrerseits 51 Prozent an einer weiteren Firma besitzt. Manchmal reichen aber auch schon zehn Prozent Aktienbesitz aus, um einen Konzern unter seiner Kontrolle zu haben. Dann nämlich, wenn alle anderen noch weniger besitzen. Bei Hermes sind es also verschiedene Versicherungen, die u. a. mit unseren Steuergeldern arbeiten.

Auch sind viele Vorzeigekonzerne mehrheitlich in ausländischer Hand. Vor allem US-Investoren beteiligen sich immer stärker an Flaggschiffen wie Bayer, Linde oder Adidas. Selbst ehemalige Staatsbetriebe wie die Post sind nicht mehr „deutsch“.

Bayer: 80 % sind im Besitz ausländischer Investoren.
Linde: 87 % sind im Besitz ausländischer Investoren.
Post: 53 % sind im Besitz ausländischer Investoren.
Börse: 82 % sind im Besitz ausländischer Investoren.
Allianz: 72 % sind im Besitz ausländischer Investoren.
Adidas: 80 % sind im Besitz ausländischer Investoren….
Stand 2009

Die Deutsche Post, ein Konzern, den jeder kennen sollte. Wie dieser mit anderen Konzernen verzweigt ist, zeigt der Aufsichtsrat. Übrigens muss jede Aktiengesellschaft ihren Aufsichtsrat öffentlich präsentieren:

Mitglieder des Aufsichtsrats (Stand: 20. Februar 2014)

Prof. Dr. Wulf von Schimmelmann (Vorsitz)
Ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der Deutsche Postbank AG
Hero Brahms
Unternehmensberater
Werner Gatzer
Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen
Prof. Dr. Henning Kagermann
Ehemaliger Vorstandssprecher der SAP AG
Thomas Kunz
CEO Danone Dairy, Mitglied des Executive Committee der Danone S.A., Frankreich
Roland Oetker
Geschäftsführender Gesellschafter ROI Verwaltungsgesellschaft mbH
Dr. Ulrich Schröder
Vorsitzender des Vorstands der KfW Bankengruppe
Dr. Stefan Schulte
Vorsitzender des Vorstands der Fraport AG
Elmar Toime
Geschäftsführer E Toime Consulting Ltd.
Prof. Dr.-Ing. Katja Windt
Bernd Rogge Lehrstuhl für Global Production Logistics
Acting President und Provost/Geschäftsführerin an der Jacobs University Bremen gGmbH

Aktuell will die Deutsche Post die Nummer eins im Fernbusmarkt werden.  Dass auch die Deutsche Post, die schon lange nicht mehr nur für Briefe und Pakete zuständig ist, längst zu den Global Playern gehört, verwundert nicht. Übrigens, die Postbank gehört schon seit 2010 mehrheitlich der Deutschen Bank.

Wenn Sie sich den Aufsichtsrat der Deutschen Post anschauen, lesen Sie den Namen Thomas Kunz. Er ist der Präsident von Danone Waters.

Thema Wasser: Wasser ist zu einem Handelsgut verkommen, mit welchem sich viel Geld verdienen lässt. Das intensive Marketing globaler Getränke- und Lebensmittelkonzerne beschränkt sich durch eine immer stärkere Marktkonzentration auf inzwischen vier multinationale Konzerne: NestléDanoneCoca-Cola und Pepsi.

Danone ist ebenso Marktführer, wenn es um Nahrungsmittel für Menschen mit Allergien oder Sondennahrung geht. Die Sparte Medical Nutrition könnte aber bald den Besitzer wechseln, z. B. zu Nestlé. Dem können Sie entnehmen: Es wird hin und her verkauft, sodass kein Verbraucher mehr durchsteigt. Denn Nestlé hat ja auch die Babysparte von Pfizer gekauft. Pfizer ist mit Viagra bekannt geworden und geht aus Monsanto hervor. Zu den Großaktionären von Monsanto gehört die Bill & Melinda Gates Foundation, die wiederum eine Zusammenarbeit mit Novartis und mit Sanofi Pasteur gestartet hat. (Mehr Informationen: Impfstoff-Versorgung: Bill & Melinda-Gates-Stiftung und Pharmagigant Novartis zusammen mit Brasilien).

Nach Wasser folgen nun die Nahrungsmittel und alles beginnt bei der Saat und der Agrarwirtschaft:

Beispiele der Verflechtungen von Monsanto:

  • Monsanto und Dow AgroSciences LLC, eine Tochtergesellschaft der The Dow Chemical Company, schlossen im April 2013 ein neues Lizenzabkommen über Pflanzeneigenschaften für transgene Sorten.
  • Monsanto und Bayer CropScience schlossen im April 2013 ein wechselseitiges Lizenzabkommen über Technologien der nächsten Generation im Bereich der Pflanzenbiotechnologie.
  • Monsanto und BASF erteilten sich 2012 gegenseitig Lizenzen.
  • Monsanto und DuPont (Genmais 1507) schlossen im März 2013 eine Lizenzvereinbarung für Saatgut.
  • Monsanto und Syngenta räumten sich 2008 gegenseitig Lizenzen ein
    (Mehr Informationen: Die Macht der Agrarlobby!).

Und dann gibt es von diesen Konzernen noch die Verflechtungen in der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit. (Mehr Informationen: Lobbyverflechtungen in der EFSA)

Nun haben Sie einen kleinen Einblick bezüglich der wirtschaftlichen Zusammenhänge der Deutschen Post, der Bankenwelt und der Trinkwasser- und Nahrungsmittelindustrie bekommen. Erwähnen sollten wir auch noch, dass bei der Deutschen Post Herr Roland Oetker sitzt. Er ist der Neffe von Rudolf August Oetker, dem Gründer des Bielefelder Backmittel-Imperiums. (Mehr Informationen: Die Globalisierung im Magen)

Roland Oetker arbeitete einst bei der Deutschen Bank und verwaltet unter anderem seine Anteile an wichtigen großen Unternehmen und Instituten, etwa an der Falke Bank oder an den Klöckner-Werken. Laut Welt  ist er beteiligt an Kourion Therapeutics, zu deren Spezialgebiet adulte Stammzellen aus Nabelschnüren gehören, sowie an der Cardion AG, die zu den Biotechnologie-Pionieren zählt. Seit drei Jahren sitzt Roland Oetker pikanterweise auch als Mitglied im Beirat der Dr.-August-Oetker-Gruppe.

Dr. Oetker ist schon längst kein Konzern mehr, der seinen Gewinn nur mit Pudding oder Backen verdient. Was brauchen wir außerdem zum Backen? Genau: Mehl! Nehmen wir hier Müllers Mühle, die gehören zur VK Mühlen AG. Schauen wir uns dort den Aufsichtsrat an, treffen wir dort auf Klaus Josef Lutz (Vorsitzender), er ist übrigens außerdem auch Vorsitzender des Vorstands der BayWa Aktiengesellschaft, München, und hat auch noch weitere Mandate in inländischen und ausländischen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:

  • Eramon AG, Gesthofen (bis 16. 10. 2013);
  • Euro Pool System International B.V., Rijswijk, Niederlande, Vorsitzender (seit 5. 9. 2013);
  • MAN Nutzfahrzeuge AG, München.

Im Vorstand sitzt Gunnar Steffek. Sein beruflicher Werdegang: – Tchibo Coffee Service (CEO) – Reemtsma GmbH & Co KG (Verkaufsleiter / Leiter Trade – Marketing)  – Mars GmbH (Key Account Manager).

Die heutige GoodMills Group (frühere LLI Euromills) wurde im Jahre 2004 Mehrheitsaktionär der VK Mühlen AG. GoodMills Group GmbH (ehemals LLI Euromills GmbH), Wien (Österreich): 97,3 %. Die GoodMills Group ist mit 29 Mühlenstandorten in sieben Ländern (vor allem in Zentral- und Osteuropa) sowie einer Vermahlungsmenge von über drei Millionen Tonnen die größte Mühlengruppe in Europa. Quelle Wikipedia. GoodMills gehört zu 100 Prozent der auch im Kaffeeautomaten-Geschäft tätigen Raiffeisen-Firma Leipnik Lundenburger Invest (LLI), deren Chef der Ex-ÖVP-Obmann Josef Pröll ist.

Wir hoffen, Sie nun nicht zu sehr verwirrt zu haben, nur eines dürfte klar sein: Egal, ob Post, Trinkwasser, Nahrungsmittel, Pharma oder Mehl und hier auch Hülsenfrüchte, gehören nur einigen wenigen Konzernen, die dann irgendwie, und sei es durch den Aufsichtsrat, verbandelt sind.

Wir leben in einer Welt, die von Konzernen und Giganten im Finanzsektor dominiert wird. Es gibt verschiedene Listen, eine davon nennt sich Fortune Global 500 – Größte Unternehmen nach Umsatz oder „Global 2000“, in der die größten Privatunternehmen genannt werden – mit Umsätzen, Gewinnen und dem Wert des Anlagevermögens. Auch bei den gelisteten Konzernen ist es kaum möglich, die wahren Besitzer zu eruieren.

Ein Beispiel noch aus dem Investorenkreis: Capital Group Companies Inc –  ist eine US-amerikanische Investmentgesellschaft, die sich im Auftrag vieler Kunden an großen Unternehmen beteiligt. Capital Group Companies hat ihren Sitz in Los Angeles (Kalifornien).

Mit 10,018 Prozent stellt das Investment an der Bayer AG eines der anteilsmäßig größten Beteiligungen der Capital Group Companies dar. Die US-Investmentgesellschaft hält außerdem Anteile an Continental, Volkswagen, Siemens, SAP, Infineon, Deutsche Bank, Fraport und in den USA ist dieser Finanzkonzern auch an Goldman Sachs beteiligt. Sie soll etwa 1 Billon $ verwalten!!

Die Höchstverdiener der Weltkonzerne

Um ihr Auskommen fürchten müssen Vorstände von Weltkonzernen nicht. Die Vorstandsgehälter in den Top-Etagen weltweiter Großkonzerne stiegen im vergangenen Jahr um durchschnittlich 3,5 Prozent. Dies ist das Ergebnis einer Studie der internationalen Personalberatung Pedersen & Partners.

Laut Studie, für die 1700 Vorstände in 330 Unternehmen in 17 Ländern befragt wurden, kommen sie im Schnitt auf 1,35 Millionen Euro brutto pro im Jahr. Dieser Betrag setzt sich ungefähr zur Hälfte aus dem Grundgehalt von 660 000 Euro (plus 5,5 Prozent) und einem Bonus von 690 000 Euro zusammen.

  1. Robert Iger, Disney, Gehalt: 19,02 Millionen Dollar (14,28 Millionen Euro), davon 16,52 Millionen Dollar Bonus. Aktienoptionen: 7,75 Millionen Dollar (5,82 Millionen Euro).
  2. William Weldon, Johnson & Johnson, Gehalt: 14,77 Millionen Dollar (11,09 Millionen Euro), davon 13,45 Millionen Dollar Bonus. Aktienoptionen: 4,02 Millionen Dollar (3,02 Millionen Euro).
  3. James McNerney, Boeing, Gehalt: 14,75 Millionen Dollar (11,07 Millionen Euro), davon 10,82 Millionen Dollar Bonus. Aktienoptionen: 3,76 Millionen Dollar (2,82 Millionen Euro).
  4. Martin Winterkorn, Volkswagen, Gehalt: 10,57 Millionen Euro, inklusive 8,66 Millionen Bonus. Aktienoptionen: Keine Angaben.
  5. Norbert Reithofer, BMW, Gehalt: 6,381 Millionen Euro, davon 4,88 Millionen Bonus. Aktienoptionen: Keine Angaben.

Vorstandsgehälter: Die Topverdiener in Europa

  • Rang 15: Paul Bulcke, Nestlé : 8,3 Millionen Euro
  • Rang 14: Kasper Rorsted, Henkel : 8,5 Millionen Euro
  • Rang 10: Mathias Döpfner, Axel Springer : 9,6 Millionen Euro
  • Rang 9: Peter Voser, Shell Bez : 9,7 Millionen Euro
  • Rang 8: Severin Schwan, Roche : 10 Millionen Euro
  • Rang 7: Joe Jimenez, Novartis : 10,7 Millionen Euro
  • Rang 6: Richard Lepeu, Richemont : 11,2 Millionen Euro
  • Rang 5: Robert Dudley, BP : 12,8 Millionen Euro
  • Rang 4: Rakesh Kapoor, Reckitt Benckiser (Vanish, Calgon) : 12,9 Millionen Euro
  • Rang 3: Paul S. Walsh, Diageo : 14,5 Millionen Euro
  • Rang 2: Carlos Brito, AB Inbev (Bier, z.B. Brauereigruppe Anheuser-Busch): 14,8 Millionen Euro
  • Rang 1: Martin Winterkorn, Volkswagen : 15,3 Millionen Euro

Wer mit wem?

Morgens einen Kaffee von Nescafé, dazu ein Brot mit Wurst von Herta. Das Baby bekommt Alete-Nahrung, der Hund Futter von Beneful. Mittags gibt es Nudeln von Buitoni mit einer Tomatensoße von Maggi, zwischendurch eine After-Eight-Schokolade oder ein Mövenpick-Eis und einen Schluck aus der Wasserflasche mit dem Namen Pure Life. Wie kaum ein anderer Konzern ist der Lebensmittelmulti Nestlé in unserem Leben präsent. Unter mehr als 2000 Marken verkaufen die Schweizer Süßigkeiten, Babynahrung, Kaffee, Cornflakes, Fertiggerichte, Tierfutter und vieles mehr. Nestlé hat 461 Fabriken in 83 Ländern.

Und Nestlé interessiert sich schon lange nicht mehr nur für Kaffee, Babygläschen, Eiscreme und Katzenfutter. Seit 30 Jahren betreibt Nestlé mit L’Oréal in Lausanne das Unternehmen Galderma. Nestlé engagiert sich sogar im Brustvergrößerungsgeschäft und will aktuell den Bereich der medizinischen Hautpflege ausbauen. Fältchen ade mit Nestlé. Nestlé hat auch Kooperationen mit US-Konzernen, u. a. arbeiten sie mit menschlichen Stammzellen. (Mehr Informationen: In Frankensteins Küche wird weiter gekocht – Nestlé nimmt als Zutat menschliche Stammzellen)

Fast alle Konzerne haben eines gemeinsam: Sollten Sie eine Unverträglichkeit verspüren, können Sie nun gleich die dafür produzierten Medikamente bekommen: Mit Doppelt- und Dreifach-Effekt.

Es ist das Jahr 2022. In New York leben 40 Millionen Menschen. Es mangelt an Wasser, Nahrung und Wohnraum. Lediglich einige Politiker und reiche Bürger können sich sauberes Wasser und natürliche Lebensmittel zu horrenden Preisen leisten. In den 70ern noch ein Science-Fiction.

Eine Verflechtung aus 2003!

vernetzen2014: Heute sind es riesige Konzerne mit einer großen Anzahl von Mitarbeitern, Produktionsstätten und Verkaufsniederlassungen in vielen Ländern. Sie besitzen einen sehr großen Teil der weltweit produktiven Ressourcen und sind für mehr als ein Drittel der gesamten Weltproduktion verantwortlich.

Verflechtungen Stand 2012:

Konzerne

Multinationale Unternehmen können einen starken Einfluss auf die lokale Wirtschaft und selbst die Weltwirtschaft haben. Eines müssen Sie bedenken, irgendwie sind diese Konzerne alle miteinander verflochten.

Doch bedenken Sie, wir sind die 99 % und die anderen 1 % haben Sie heute kennengelernt.

Netzfrau Doro Schreier

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Trinkwasser: Nestlé, Danone, Coca-Cola und Pepsi – Multinationale Konzerne beherrschen Weltmarkt

Teil 1 Wer macht die „öffentliche Meinung”? Ein paar wenige Medienkonzerne …

Teil 2: Wer beherrscht die Medien? Zeit, Stern, Spiegel, Focus – Wer gehört zu wem?

Quelle: Weltherrschaft weniger Konzerne – wer mit wem? – netzfrauen– netzfrauen

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