„Die Würde des Menschen ist unantastbar“ – so steht es im deutschen Grundgesetz Artikel 1. Aber was ist eigentlich „Würde“? Es war unter anderem eine Begegnung mit einem CEO eines Großunternehmens, mit dem Gerald Hüther bei einer Veranstaltung auf dem Podium saß, die ihn dieser Frage intensiv hat nachgehen lassen. Er fragte damals diesen CEO, wie er entscheiden würde, wenn er für sein Unternehmen einen großen Profit einfahren könnte, aber dabei seine eigene Würde verletzte? Der CEO schwieg und das Publikum hielt den Atem an, um nach einer Weile des Schweigens in einen starken Beifall überzugehen. Dennoch konstatiert Hüther, dass es in der heutigen Zeit schwer sei, Unternehmer zu sein und dabei seine eigene Würde und die anderer nicht zu verletzen.

Der Hirnforscher schaute zunächst bei den Juristen, musste aber mit Enttäuschung feststellen, dass diese den Begriff der Würde nicht wirklich fassbar machen können. Daraufhin fragte er sich, ob man nicht auf neurobiologischer Grundlage den Begriff der Würde fassbarer machen könnte. Wenn man sich im Tierreich umschaue, so wird ziemlich schnell klar, dass dank angeborener Programme aus einem Pferdefohlen binnen kurzer Zeit ein Pferd wird, ganz gleich ob es bei der Pferdeherde aufwächst oder nur beim Menschen. Ein Pferd ist ein Pferd, Punkt. Aufgrund der Neuroplastizität des menschlichen Gehirns kann aber aus einem neugeborenen Menschenkind auch ein Hitler, ein Massenschlächter werden. „Der Mensch kann alles werden! Er scheint überhaupt keine angeborene innere Orientierung zu haben, sein Menschsein zu definieren“, konstatiert Gerald Hüther und fährt fort: „Wenn wir alle festgelegt wären, wären wir wohl auch keine Menschen!“

Eine der wichtigsten Voraussetzungen, die eigene Würde zu entfalten und zu bewahren sei „Geborgenheit und Zugehörigkeit bei gleichzeitiger Autonomie und Freiheit!“ Genau diesen Wunsch hat Götz Wittneben in zahlreichen Gesprächen mit hochbegabten jungen Menschen ausmachen können, die häufig im herkömmlichen Schulsystem scheiterten, Mobbingerfahrungen machten und zum Teil auf Sonderschulen landeten

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3 Gedanken zu “Die Würde des Menschen ist unantastbar

  1. Manuel schreibt:

    Hallo lieber Alexander,
    Ist ich das als Antwort von meiner E-Mail zu sehn ,die ich dir am Freitag zukommen ließ?
    Kann mich darin sehr gut wiederfinden!

    Gefällt mir

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