Manchmal, wenn zwei sich streiten, hilft nur noch der Gang zum Gericht. Dann muss eben im Namen des Volkes entschieden werden. Doch was tun, wenn der Prozess dauert und dauert und es kein Urteil gibt?
Die Geschichte des Mustafa-Selim Sürmeli beginnt am 3. Mai 1982 in Wunstorf bei Hannover. Mit dem Mofa unterwegs, stieß er auf der Straße mit einer Radfahrerin zusammen, stürzte und brach sich Arm und Nase. Kein schwerer Unfall, jeden Tag passiert so etwas. Auch Sürmelis Brüche heilten bald. Doch als nach dem Unfall die linke Hand ständig schmerzte, konnte der Programmierer aus Stade nicht mehr in seinem Beruf arbeiten. Und weil er sich mit der Versicherung partout nicht auf eine Entschädigung einigen konnte, klagte der junge Türke im September 1989 beim Landgericht Hannover. Am 10. Juni 1991 gab es dann ein Urteil: Sein Schaden sollte ihm zu 80 Prozent ersetzt werden.
Fragte sich nur: 80 Prozent wovon? Über die Schadenshöhe war noch nicht entschieden worden – und dabei ist es bis heute geblieben. Sürmeli klagte vor dem Oberlandesgericht Celle und beim Bundesgerichtshof, ohne Erfolg. Erst im März 1994 wurden die Verhandlungen zur Schadenshöhe am Landgericht Hannover wieder aufgenommen. Ein langwieriger Prozess, allein das Gutachten brauchte bis November 1997. Und weil Sürmeli mit dem Bericht nicht einverstanden war, ging das Verfahren weiter. Wieder war kein Urteil in Sicht. 2001 reichte er beim Bundesverfassungsgericht wegen der Länge des Verfahrens eine Verfassungsbeschwerde ein – abgewiesen. Wer konnte ihm jetzt noch helfen?
Sürmeli wandte sich an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Der entschied jetzt, dass Deutschland durch die übermäßige Dauer des Verfahrens Sürmelis Rechte verletzt habe und verurteilte das Land, ihm 10 000 Euro Entschädigung zu bezahlen. Sürmeli glaubt inzwischen, Opfer einer Verschwörung der Justizbehörden geworden zu sein. Über seinen ursprünglichen Schaden aus dem Jahr 1982 verhandelt das Oberlandesgericht in Celle noch immer.
http://www.zeit.de/2006/25/Mustafa_Suermeli

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